Das Verwaltungsgebäude der Steag in Essen steht unter Denkmalschutz. Bild: Wiki05 / Wikipedia

Steag wird grüner

Die Steag Fernwärme stellt zusammen mit der Steag New Energies das Heizwerk Essen-Rüttenscheid teilweise auf grünen Strom und grüne Wärme um.

Mitte des Jahres beginnt der Bau des geplanten Biomethan-Blockheizkraftwerks. Dann soll die vorhandene Wärmeerzeugung auf Basis von Kohle und Erdgas durch ein neues BHKW mit dem Brennstoff Biomethan ersetzt werden.

Der Motor erreicht eine Leistung von 4,4 MW elektrisch und 4 MW thermisch. Die Steag investiert in den Bau des Biomethan-BHKW insgesamt rd. 6,5 Mio. €. Bis Mitte 2014 sollen die Umbaumaßnahmen fertig sein.

Der Kraftwerksbetreiber, an dem mehrheitlich Kommunalversorger beteiligt sind, hat bereits in seiner Bilanz 2011 als Ziel vorgegeben, mehr in erneuerbare Energien investieren zu wollen. Deren Anteil am Energiemix der Steag soll sich auf 25 % steigern. In die Erneuerbaren wird dabei bis 2014 rd. 1 Mrd. € investiert.

In diesem Jahr soll bereits das spanisches 50 MW Solarkraftwerk Arenales in Betrieb gehen, an dem die Steag 26 % hält. Zum Erneuerbaren-Portfolio zählen zudem zwei Windparks mit einer Leistung von insgesamt 33 MW. Weitere Bereiche sind Biomasse mit einem Anschlusswert von 68 MW elektrisch und 149 MW thermisch sowie Biogas mit 4 MW elektrisch. Seit 1994 kann die Steag zudem mit der Geothermie in Erding auf eine thermische Leistung von 77 MW zurückgreifen. Derzeit befinden sich lt. dem Unternehmen Projekte im Umfang von rd. 730 MW in der Entwicklung.

Im Geschäftsjahr 2012 investierte die Steag GmbH 93 Mio. € in erneuerbare Energien. Insgesamt lagen die Investitionen damit um 55,3 Mio. € höher als in 2011. Thermische Kraftwerke seien jedoch noch mindestens bis 2050 unverzichtbar für die Versorgungssicherheit - gerade auch im Rahmen der Energiewende“, erklärt Dr. Ralf Gilgen, Geschäftsführer Technik der Steag. „Wir konzentrieren uns daher auf die Ertüchtigung bestehender Kraftwerke.“ Beschlüsse zur Stilllegung hat die Steag-Geschäftsführung deshalb auch nicht gefasst. Sie bleiben so lange am Netz, wie sie sich wirtschaftlich sinnvoll betreiben lassen“, so Gilgen. (sg)