Die Deutsche Erdwärme zog zwar bei einer geothermischen Aufsuchungserlaubnis im Großraum Mannheim gegenüber einem gemeinsamen Antrag von EnBW und MVV den Kürzeren, doch hofft auf einen Schub für die tiefe Geothermie.
Bild: © HSE

Deutsche Erdwärme akzeptiert Entscheidung zugunsten EnBW und MVV

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) im Regierungspräsidium Freiburg hat einen Antrag der Deutsche Erdwärme für eine Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme in Brühl bei Mannheim abgelehnt und die Erlaubnis an EnBW und MVV vergeben.

 "Da wir bereits bei einigen Projekten auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landesamt bauen konnten, akzeptieren wir die Entscheidung ", erklärte Herbert Pohl, Geschäftsführer der Deutschen Erdwärme laut einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Der Einstieg von EnBW in den Ausbau tiefer Erdwärme am Oberrhein sei begrüßenswert und Teil der der strategischen Neuausrichtung von EnBW auf erneuerbare Energien, so Pohl.

Mehr Engagement der EnBW bei Aufklärungsarbeit zu tiefer Geothermie 

Die Deutsche Erdwärme hierdurch einen Schub für die Tiefengeothermie. Zum einen durch die zu erwartenden finanziellen Investitionen, zum anderen auch durch ein deutlich höheres Engagement der EnBW bei der Aufklärungsarbeit zum Thema tiefe Geothermie in der Öffentlichkeit, heißt es in der Pressemitteilung.

So verweist die Deutsche Erdwärme auf ein Positionspapier des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden- Württemberg vom August 2019. Dementsprechend soll tiefe Geothermie künftig einen weit größeren Beitrag zur Energie- und insbesondere Wärmeversorgung Baden-Württembergs leisten als bisher.

Deutsche Erdwärme hofft auf langfristige Ausweitung des Geschäfts

 "Dieses Ansinnen deckt sich eins zu eins mit unseren Zielen. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass wir unsere Mitwirkung am Ausbau der tiefen Geothermie in Baden- Württemberg, unabhängig von der jetzt getroffenen Entscheidung, langfristig ausweiten können ", wird Pohl in der Mitteilung zitiert. (hcn)