Einer der Elektrokessel wird vom Anlieferungsfahrzeug abgeladen.
Bild: Stadtwerke Schwerin

Starkstromanlage für Stadtwerke Schwerin

Die Stadtwerke Schwerin haben seit Ende Oktober eine 15-MW-Anlage, in der sie überschüssigen Strom in Wärme umwandeln.

Da die regenerativen Stromerzeugungs-Anlagen der Schweriner Stadtwerke oftmals mehr Strom produzieren, als nachgefragt wird, hat der Kommunalversorger auf seinem Kraftwerksgelände zwei Elektrokessel errichtet. Per Knopfdruck fahren die zwei Kessel mit einer Gesamtleistung von 10 MW hoch und erzeugen heißes Wasser, das für die Fernwärmeversorgung der Stadt genutzt wird. Besteht kein Bedarf an Wärme, wird das heiße Wasser in einem Speicher zwischengelagert.

Eine Starkstromanlage mit 15 MW Leistung versorgt die beiden Kessel mit der Stromquelle. Techniker, Ingenieure und Monteure des Industriedienstleisters Wisag montierten die Anlage innerhalb von drei Monaten. Sie speist auch Strom zurück ins Netz, indem die Anlage am Sekundärregelenergie-Markt zur kurzfristigen Stabilisierung des Elektrizitätsnetzes teilnimmt.

Gewöhnlich laufen von den drei Elektrokesseln nur zwei zur selben Zeit. Der andere dient als Reserve. Der Brennstoffausnutzungsgrad soll bei nahezu 100 % liegen. (sg)