Das Zuhausekraftwerk der Lichtblick AG Bild: Lichtblick SE

Lichtblick: Steuerungs-Software regelt Mini-BHKW

Eine zentrale Software steuert den Einsatz der Mini-BHKW von Lichtblick. Diese werden aktuell auf den Betrieb mit Biogas umgestellt.

Rund 800 installierte Zuhausekraftwerke des Energieanbieters Lichtblick werden derzeit überwiegend in Hamburg und Berlin betrieben. Nach Ansicht von Lichtblick ist vor allem eine hohe Flexibilität in der Betriebsweise für die Wirtschaftlichkeit der Anlagen entscheidend. Mittels Knopfdruck könne man mittlerweile jederzeit von einer Vermarktungsform in die andere wechseln. Möglich mache dies die zentrale Steuerungs-Software Schwarmdirigent, die jederzeit in der Lage sei, den sinnvollsten Einsatz eines jeden Kraftwerks zu berechnen. „Dezentrale und intelligent gesteuerte Systeme wie unsere Zuhausekraftwerke bieten die größtmögliche Handlungsfreiheit, um auf neue Situationen im Markt oder neue politische Rahmenbedingungen zu reagieren”, erläutert Gero Lücking, Direktor Energiewirtschaft bei Lichtblick. Lichtblick vermarktet den Schwarmstrom im Spot- und Intraday-Handel und plant demnächst den Einstieg in den Markt für Regelenergie.

In diesem Jahr hat Lichtblick bereits 206 der installierten Zuhausekraftwerke von Erdgas- auf Biogasbetrieb umgestellt. Weitere 60 Anlagen sollen im Herbst folgen. Die Umstellung auf deutlich teureres Biogas werde durch die 2012 eingeführte Flexibilitäts-Prämie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht. Diese schaffe Anreize um Biomassestrom nachfragegerecht ins Netz einzuspeisen und so das Stromnetz zu stabilisieren. Eine vergleichbare Regelung für Erdgas gibt es im Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) nicht. (msz)