Bereits im Februar 2017 wurden die Motoren des riesigen BHKW in Mainz angeliefert. Mittlerweile sind alle zehn Aggregate verbaut.
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Bau des Motorenkraftwerks in Mainz verzögert sich

Der Qualität willen verschiebt sich das Großbauprojekt von der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG auf Frühjahr 2019. Geplant war die Inbetriebnahme Ende diesen Jahres.

Im April 2017 startete die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) den Bau des neuen BHKW auf der Ingelheimer Aue in Mainz-Neustadt. Eigentlich sollte die KWK-Anlage bereits Ende 2018 ans Netz gehen, jetzt wurde der voraussichtliche Fertigstellungstermin auf Frühjahr nächsten Jahres datiert. Hintergrund sind vorsorgliche Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung.

Die Schalldämpfer des Motorenheizkraftwerks werden mit einem hochwertigeren Dämmmaterial versehen. Schließlich soll die Anlage über Jahrzehnte hinweg 100 MW Strom und Fernwärme liefern - und zwar verlässig. Ob die Investitionen sich auch auf die Gesamtkosten von rund 100 Mio. Euro auswirken, beantwortete KMW auf ZfK-Nachfrage nicht.

In zwei Minuten von Null auf 100

Trotz der Verzögerung kommt der Bau insgesamt gut voran. Alle zehn Motoren sind bereits eingebaut. Wenn das BHKW vom finnischen Hersteller Wärtsilä Energy Solutions dann nächsten Frühling ans Netz geht, kann die volle Power innerhalb von nur zwei Minuten angefahren werden. Mit einem Wirkungsgrad von 85 Prozent arbeitet das mit Erdgas betriebene BHKW nicht nur schnell, sondern auch effizient. (ls)