Die Energiewende ist auch eine Wärmewende: die Thermofotografie beweist es.
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Baden-Württemberg treibt Wärmewende voran

Die Energiewende ist zu einem Gutteil auch eine „Wärmewende“. Der Energieatlas Baden-Württemberg bietet hier ein neues, erweitertes Informationsangebot.

Rund die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs wird für den Wärmesektor benötigt. Für die Energiewende braucht es daher auch eine Wärmewende. Den Netzen, in denen Wärme transportiert werden kann, kommt daher in Zukunft eine tragende Rolle zu. Um Investitionen in solche zukunftssichere Wärmenetze anzureizen, legte das Land Baden-Württemberg im Februar 2016 das Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ auf.

Wärmenetze sind, was ihre Quellen betrifft, enorm vielseitig. Hier kann sowohl Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Biomasse, Solarthermie oder Geothermie als auch Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder Abwärme aus Gewerbe- und Industriebetrieben eingespeist werden. Damit können Wohnungen, kommunale Gebäude, aber auch Gewerbebetriebe oder Industrieanlagen beheizt werden. Der neue Energieatlas listet sie auf.

Information als Beitrag zur Energiewende

Der Energieatlas Baden-Württemberg ist das gemeinsame Internet-Portal des Umweltministeriums und der Landesanstalt für Umwelt (LUBW). Eine Karte führt den Nutzer online zu mehr als 70 Wärmenetzen und rund 40 zusätzlichen Bioenergiedörfern, die über solche Netze verfügen. Detaillierte Informationen werden in Form von Steckbriefen bereitgestellt. Sie zeigt jeweils den prozentualen Anteil der Wohngebäude, die in einem Gebiet mit Fernwärme versorgt werden.

Eine weitere Karte enthält detaillierte Gebietsauswertung zu den Heizungsarten. Hierzu können Informationen bis auf Baublockebene mit mindestens 15 Wohngebäuden abgerufen werden. Die Auswertungen basieren auf dem Zensus Gebäude- und Wohnungszählung aus dem Jahr 2011 und wurden in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg durchgeführt. (sig)