Bild: Callux / Eon

Bund will Förderung der Mini-KWK verbessern

Unter besonderen Umständen kann die Förderung sogar verdoppelt werden, so Regierungsdirektor Wolfgang Müller vom BMUB.

Die Investitionszuschüsse für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im elektrischen Leistungsbereich bis 20 kW sollen ab Frühjahr 2015 steigen. Details zu der geplanten Neuregelung nannte der Leiter der Unterabteilung Klimaschutz im Bundesumweltministerium (BMUB), Berthold Goeke, auf einer Fachtagung in Berlin (20. Nov. 14). Wegfallen werde die bisher gültige jährliche Degression der Fördersätze. Zudem soll die Basisförderung im kleinsten Leistungssegment der Mini-KWK-Anlagen erhöht werden. Besonders effiziente Anlagen dürfen außerdem mit Bonuszahlungen rechnen, so Goeke zur geplanten Fortschreibung des Mini-KWK-Impulsprogramms. Deren Entwurf befinde sich gerade in der Ressortabstimmung.

"Bisher liegen wir gut im Fahrplan zu der Novelle", ergänzte Regierungsdirektor Wolfgang Müller aus dem BMUB. In Kraft treten soll die neue Richtlinie spätestens am 31. März. "Wenn alle Boni in Anspruch genommen werden, kann der Förderbetrag bei kleinen Anlagen verdoppelt werden", versprach Müller. Derzeit werden zwischen 1500 € für die kleinsten BHKW-Module und maximal 3500 € für 20-kW-Anlagen an Zuschüssen gezahlt. Geplant sei, die Wirtschaftlichkeit der kleinsten Anlagen zu verbessern, ohne die Förderung im 20-kW-Bereich zu verringern.

Prozentuale Aufschläge kommen bei besonders innovativen Anlagen hinzu. Wärmeseitig seien dies Module, die einen zweiten Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung verwenden, stromseitig solche mit besonders hohen elektrischen Wirkungsgraden – je nach zwischen 31 und 33 %, so Müller.

Trotz der geplanten Verbesserungen werde das Gesamtbudget für das Impulsprogramm in etwa gleich bleiben, sagte Nils Thamling von Prognos. Das Institut besorgt die programmbegleitende Forschung und das Monitoring zu der seit 2012 geltenden Förderrichtlinie, die speziell auf stromseitig flexibel einsetzbare Technik abzielt.

Bisher seien knapp 16 Mio. € ausgegeben worden, um Investitionen in rund 7500 Anlagen mit zusammen 38 MW elektrischer Leistung anzureizen. Etwa 100 000 Tonnen CO2 würden dadurch jährlich eingespart. Zum Vergleich: Insgesamt kommt die KWK in Deutschland auf knapp 60 Mio. t CO2-Einsparung pro Jahr bei einem Anteil an der Nettostromerzeugung von derzeit gut 16 % sowie von 20 % im Wärmemarkt. (hf)