Blockheizkraftwerke nutzen die Energie sehr effizient. Bild: badenova

Studie: KWK ist für die Energiewende unerlässlich

Laut Prognos-Studie könnte sich der Anteil von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der steuerbaren Stromerzeugung bis 2050 auf rd. 63% erhöhen.

Ein erhebliches Potenzial zur Strom- und Wärmeerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen ermittelte die Prognos AG in einer Studie für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW). Demnach könnte sich der derzeitige Anteil an steuerbarer Stromerzeugung von rd. 19% bis 2050 auf rd. 63% erhöhen. Der Anteil von Erdgas als Brennstoff in KWK-Anlagen ließe sich von heute rd. 50% auf rd. 75% steigern. Für Mikro- und Mini-KWK-Anlagen sieht die Studie einen Anteil von bis zu 10% am Heizungsmarkt.

Allerdings müsse nach Ansicht von BDEW und AGFW der energiewirtschaftliche Rahmen in mehreren Punkten angepasst werden. Nur ein funktionierender Emissionshandel würde den Betrieb von KWK-Anlagen fördern und deren Ausbau unterstützen. Im bestehenden KWK-Gesetz müssten die Zuschläge und die Systematik überprüft werden. Denn die Prognosen des "KWK-Monitorings" der Bundesregierung von 2011, auf deren Grundlage die Novelle des KWK-Gesetzes erfolgte, seien nicht eingetroffen. Ebenfalls sollte die Förderhöhe für Wärme- und Kältenetze sowie für Wärme- und Kaltspeicher überprüft werden. "Wichtig bei jedweder Neu- oder Umgestaltung der Rahmenbedingungen ist jedoch, dass stets auf die Sicherung der bestehenden KWK-Anlagen geachtet wird", betonten beide Verbände. (sg)