Das Heizkraftwerk Dortmund von RWE soll 2022 schließen; auf dem Gelände entsteht eine Wärmezentrale von DEW21.
Bild: © RWE Generation

DEW21 sichert sich wichtiges Grundstück

RWE schließt 2022 das Heizkraftwerk Dortmund, DEW21 baut dort eine Energiezentrale für die Wärmeversorgung.

Der Dortmunder Versorger DEW21 hat das Grundstück des Heizkraftwerks Dortmund von RWE Generation gekauft. Das Kraftwerk soll 2022 stillgelegt werden. Für DEW21 ist der Kauf des Areals ein wichtiger Schritt für die Umstellung auf eine klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Dortmunder Innenstadt.
 
Zur Absicherung der zukünftig primär genutzten Abwärme der Deutschen Gasrußwerke und zur Abdeckung von Lastspitzen an kalten Tagen benötigt DEW21 mehrere eigene Energiezentralen. Zwei sind bereits im Bau, eine weitere Wärmeerzeugung in Innenstadtnähe wurde noch gebraucht – dafür hat DEW21 nun die Verträge mit RWE Generation geschlossen.

Schon nächstes Jahr wird gebaut

Obwohl die RWE-Tochter nun ankündigte, das Kraftwerk 2022 zu schließen, starten bereits im kommenden Jahr auf dem Kraftwerksgelände die ersten Bauarbeiten für die „Energiezentrale Weißenburger Straße“. Möglich wird das, weil sich DEW21 auch Freiflächen am Standort gesichert hat. Das alte Kraftwerk wird Ende September 2022 außer Betrieb genommen und anschließend in Teilen zurückgebaut. Das Verwaltungsgebäude und das Grundstück gehen danach in den Besitz von DEW21 über.

Der Dortmunder Versorger will in den kommenden Jahren die Dampfleitungen durch Heißwasserleitungen ersetzen, verstärkt Abwärme nutzen und damit sukzessive auf die Lieferung der gasbasierten Wärme aus dem HKW Dortmund verzichten. Für RWE Generation führt dies dazu, dass die Wärmeerzeugung im Heizkraftwerk nicht mehr wirtschaftlich ist, da das HKW Dortmund ausschließlich DEW21 beliefert. (wa)