Wie die Orgelpfeifen: die Wärmespeicheranlage im Heizkraftwerk Reick
Bild: © Oliver Killig

Drewag erweitert Wärmespeicheranlage

Die Leistung der Wärmespeicheranlage der Drewag hat sich mehr als verdoppelt. In Zukunft will das Stadtwerk nun noch die Speicher besser verstehen lernen.

Im Heizkraftwerk Reick der Drewag Stadtwerke Dresden ist am Freitag (30. November) eine Erweiterung der Wärmespeicheranlage in Betrieb gegangen. Die Bau- und Erprobungszeit nahm 21 Monate in Anspruch. Die neue Anlage besteht aus 20 einzelnen Druckbehältern und hat ein Gesamtfassungsvermögen von 7800 Kubikmetern. Somit ergibt sich im Zusammenschluss mit der am Standort bereits bestehenden Anlage (6600 Kubikmeter) ab sofort eine Heißwasserspeicherkapazität von über 14.400 Kubikmetern. Dies entspricht einer Wärmemenge von circa 900 MWh bei einer Temperaturdifferenz von 55 K.

Speicherung grüner Wärme

Die Anlage ist in das zentrale Fernheiznetz der Stadt Dresden eingebunden. Sie soll einen wesentlichen Baustein für die weitere Flexibilisierung der Erzeugungsanlagen darstellen.

Mit dem Ausbau der Wärmespeicherkapazitäten will die Drewag perspektivisch auch die Aufnahme und Speicherung grüner Wärme aus erneuerbaren Energien möglich machen. Neben der allgemeinen Betriebsmesstechnik wurde eine komplette Wärmespeicherstraße mit Glasfasertechnik ausgerüstet. Diese ermöglicht die ortskonkrete und sekundengenaue Bestimmung der Temperaturen des Speichers.

Besseres Verständnis des Speicherverhaltens

In einer Kooperation mit der Technischen Universität Dresden, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, werden im Rahmen des EU-Fördervorhabens "MatchUp" Daten für intelligente saubere Städte erfasst. Diese sollen mit einem speziellen Rechner ausgewertet werden. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis des Speicherverhaltens führen. So könnten laut Drewag die Anlagenbetriebsweise optimiert sowie die Wärmeverluste minimiert werden.

Die Drewag investierte über acht Mio. Euro. in die Anlagenerweiterung. (hol)