Ein Anfang für das Motorenkraftwerk ist gemacht (v.l.): Kari Hietanen (Wärtsilä), Stephan Krome (Vorstand KMW), Oberbürgermeister Michael Ebling, Oberbürgermeister Sven Gerich, Dr. Lars Eigenmann (Vorstandsvorsitzender KMW) und Jörg Höhler (Vorstand ESWE). Bild: Alexander Heimann

Baustart für KMW-Gasmotoren-Kraftwerk

Auf dem KMW-Gelände auf der Ingelheimer Aue ist der Spatenstich erfolgt: Bis Ende 2018 soll das Motorenkraftwerk und der Fernwärmespeicher in Betrieb gehen.

Die Bauarbeiten für das neue Motorenkraftwerk der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG auf der Ingelheimer Aue sind gestartet. Im Rahmen einer Feierstunde erfolgte gestern der symbolische erste Spatenstich. Die Oberbürgermeister von Wiesbaden und Mainz, Sven Gerich und Michael Ebling, bezeichneten den Bau des gut 100 Mio. Euro teuren Projekts als wichtiges Signal im Rahmen der Energiewende.

"Das bestehende mit Erdgas betriebene Gas- und Dampfturbinenkraftwerk der KMW hat bis 2013 mehr als 90 Prozent der gesamten Fernwärmeversorgung der Stadt getragen", macht der Mainzer Oberbürgermeister stellvertretende KMW-Aufsichtsratsvorsitzende und VKU-Präsident Michael Ebling deutlich. Bei der Stromproduktion auf der Ingelheimer Aue wurde die dabei anfallende Wärme genutzt und über ein 70 Kilometer langes Leitungsnetz in Mainz verteilt.

Schlechte Situation für Gaskraftwerke

"Das bestehende GuD-Kraftwerk kann aber nur dann wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden, wenn sich die Einsatzzeiten des Kraftwerks in erster Linie nach den Strompreisen richten und nicht nach der Notwendigkeit der Fernwärmeversorgung", erläutert der KMW-Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Eigenmann. Die Fernwärmeversorgung muss aber insbesondere im Winter rund um die Uhr gesichert sein.

Hier setzt das neue Blockheizkraftwerk an, in dem ab Ende 2018 mehrere Wärtsilä-Gasmotoren aus dem Brennstoff Erdgas Strom und Wärme erzeugen. Die durch den zusätzlich geplanten Fernwärmespeicher entkoppelte Bereitstellung von Wärme und Strom dient somit der Stabilisierung und dem Ausbau der Mainzer Fernwärmeversorgung.

Zehn Motoren für das Kraftwerk

Das Blockheizkraftwerk wird zehn Motoren umfassen – jeder dieser Motoren kann bis zu zehn MWel und knapp neun MWth erzeugen; macht zusammen 100 MWel und rund 90 MWth. (al)