Die Einbeziehung hocheffizienter KWK ist Voraussetzung für die Förderung von Wärmenetzen in Baden-Württemberg. Bild: Stadtwerke Tübingen

Geld für effiziente Wärmenetze

Mit 8,8 Millionen Euro fördert Baden-Württemberg noch bis 2021 energieeffiziente Wärmenetze. Nächster Stichtag ist der 1. Juli.

Jüngst wurden die ersten drei Zuwendungsbescheide der aktuellen Antragsrunde des Förderprogramms „Energieeffiziente Wärmenetze“ versandt. Die Stadtwerke Weil am Rhein erhalten eine Zuwendung in Höhe von 200 000 Euro für die Erweiterung ihres Wärmenetzes. Fördermittel in gleicher Höhe bekommt das Wärmenetz Rauer Kopf, ein Projekt der Stadtwerke Böblingen.

Für die Nahwärmeversorgung im Neubaugebiet Kesseläcker in Öhringen gewährt das Land der Kraftwärmeanlagen GmbH in Bietigheim-Bissingen eine Zuwendung von 114 600 Euro. In den geförderten Projekten wird Wärme aus Hackschnitzeln sowie aus Abwärme der Stromerzeugung und Müllverbrennung eingesetzt werden.

Zielgruppe Kommunen und Investoren

„Wir wollen die Wärmeversorgung im Land bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral gestalten. Dabei nehmen Wärmenetze eine tragende Rolle ein“, unterstreicht Umweltminister Franz Untersteller. Um entsprechende Investitionen anzureizen, hat das Land im Februar 2016 das Förderprogramm aufgelegt. Es ist auf sechs Jahre angelegt und hat ein Volumen von insgesamt 8,8 Millionen Euro. Es richtet sich an Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen.

Maximal 400 000 Euro Förderung

Der nächste Stichtag zur Einreichung von Förderanträgen zur Investitionsförderung für die Errichtung oder Erweiterung energieeffizienter Wärmenetze ist der 1. Juli 2017. Voraussetzung ist die Einbeziehung der Nutzung von erneuerbaren Energien, industrieller Abwärme und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung.

Die Förderung erfolgt in Form eines mit den Bundesprogrammen kumulierbaren Zuschusses von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal bis zu 200 000 Euro. Über zusätzliche Boni kann der Höchstbetrag auf 400 000 Euro der förderfähigen Kosten pro Investitionsvorhaben erhöht werden. Anträge sind beim Projektträger Karlsruhe (PTKA) Baden-Württemberg zu stellen.

Daneben wird die Erstellung kommunaler Wärmepläne mit bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten mit maximal 40 000 Euro gefördert. Kombiniert wird dies mit einer bis zu 50 prozentigen Bundesförderung. Anträge hierfür sind beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zu stellen. (hcn)