Die Energiewende für Zuhause findet am ehesten im Heizungskeller statt – und zwar immer dann, wenn alte Kessel neuen, effizienten Technologien weichen.
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Energiewende für Daheim: Ein Wunsch mit wenig Budget

Die Mehrheit der Deutschen ist in Anbetracht von Extremwetterlagen alarmiert und will im Zeichen des Klimaschutzes auf Erneuerbare umsteigen. Doch es hapert an den Kosten für neue Technologien.

Rekordhitze im vergangenen Sommer, gefährliche Schneemassen im Süden der Republik im Winter – die Extremwetterlagen sind ein Weckruf, um die Energiewende voranzutreiben. Zu diesem Schluss kommen 82 Prozent der Deutschen in einer neuen Umfrage im Auftrag des Technik-Unternehmens Stiebel Eltron. 100 Bundesbürger wurden von einem Meinungsforschungsinstitut zur privaten Energiewende befragt.

Als größte Baustelle für den Einzug von effizienten und klimaschonenden Erzeugungstechnologien in die deutschen Haushalte haben die Befragten den Heizungskeller angegeben. Zu Recht, denn dort werden immerhin mehr als 70 Prozent der Energie für den Haushaltsverbrauchs bereitgestellt und das meist mit veralteten und damit klimaschädlichen Öl- oder Gasheizungen.

Zu teuer, zu wenig Förderung

Der Wille, auf Erneuerbare-Heizträger umzusteigen, ist bei der Mehrheit der Deutschen zwar vorhanden, allerdings sei der Wechsel vielen zu teuer, so die Umfrageergebnisse. 72 Prozent der Befragten fordern dementsprechend eine stärkere, staatliche Förderung.

Egal wer letztlich wie viel Geld für die Investitionen im Heizkeller übernimmt, für die Ökobilanz im Großen wie im Kleinen lohnen sich die Aufwendungen. Allein im Zeitraum zwischen 1990 und 2016 sind die direkten Emissionen um fast 31 Prozent auf 91 Mio. CO2-Äquivalente zurückgegangen. (ls)