Eon wird Münchner Werksviertel versorgen

Die grüne Eon wird den künftigen Münchner Konzertsaal und das ehemalige Pfanni-Gelände weitgehend autark mit Strom, Wärme und Kälte versorgen.

Eon-Deutschland-Chef Ingo Luge teilte heute mit, die Eon SE wolle mit der beschlossenen Quartierslösung für das ehemalige Pfanni-Gelände oder "Werksviertel" am Münchner Ostbahnhof ihre Kompetenz in der Beratung und Umsetzung von Kundenwünschen nach dezentraler und unabhängiger Energieerzeugung beweisen. Die Eon-Tochter Bayernwerk Natur, bisher über ein Gemeinschaftsunternehmen schon Stromversorger des Werksviertels, baut bis 2019 auch eine Wärme- und Kälteversorgung auf. Das 90 000 Quadratmeter große Quartier soll dereinst Wohnungen, Gewerbe und den künftigen Münchner Konzertsaal umfassen.

Die Investitionskosten werden auf 6,4 Mio. Euro beziffert. Konkret errichtet ein Joint Venture der Bayernwerk Natur und der dortigen Liegenschaftsgesellschaft OTEC namens "Werk Kraft GmbH" zwei erdgasbefeuerte Blockheizkraftwerke mit je 850 kWel und 1050 kWth Leistung, drei Grundwasserwärmepumpen und eine Absorptionskältemaschine. Dazu kommen eigene Strom-, Wärme- und Kältenetze, "rund" 20 neue Trafos und ein zentraler Anschluss an das 110-kV-Hochspannungsnetz der Stadtwerke München. Der Strom-Autarkiegrad im Quartier soll auf bis zu 80 Prozent steigen, die Bewohner sollen direkt versorgt werden.

Den Konzertsaal noch gar nicht eingerechnet, braucht das Werksviertel in der letzten Ausbaustufe pro Jahr 10 GWh Wärme, zwölf GWh Strom und zwei GWh Kälte. (geo).