Gießen bringt Fernwärme nach Hungen

Die Stadtwerke Gießen und die Stadt Hungen planen für ein Neubaugebiet eine zentrale Wärmeversorgung.

Die Stadtwerke Gießen wollen die 37 Grundstücke im Neubaugebiet Stümpfenweg II mit Nahwärme versorgen. Der Wegenutzungsvertrag für die Nahwärmeleitungen ist nun unterschrieben. Am Freitag setzten der Technische Vorstand Reinhard Paul und Bürgermeister Rainer Wengorsch ihre Unterschriften unter den Vertrag.

Als Partnerkommune eines interkommunalen Klimaschutzkonzepts habe man sich für das Baugebiet um eine klimaschonende Wärmeversorgung bemüht und Kontakt zu verschiedenen Energieversorgern geknüpft, erläuterte Wengorsch. Letztlich sei man sich mit den Stadtwerken Gießen einig geworden. Das Unternehmen, das in Hungen bislang nicht tätig war, plant zunächst die Versorgung der 37 Bauplätze im Stümpfenweg II über eine eigene Heizzentrale mit zwei Brennwertkesseln und einem Blockheizkraftwerk.

Denkbar wäre auch eine Lösung, die die nahe gelegene Gesamtschule einbezieht, sagte Paul. Man habe Kontakt zum Landkreis aufgenommen, noch sei aber nichts entschieden. Paul unterstrich, dass Nahwärme von Hauseigentümern gerne angenommen werde, da sie die Kosten für eine eigene Heizungsanlage sparen können.


Für einen Ausbau der zentralen Wärmeversorgung sieht Paul in Hungen einiges an Potenzial. Ein Biomassekraftwerk wäre denkbar oder die Nutzung von Abwärme, die zum Beispiel in größeren Mengen in der Trockenanlage der Hochwald-Milchwerke anfällt. Aber noch ist das alles Zukunftsmusik. Zunächst geht es um den Stümpfenweg II. (ad)