Messestimmung - Husum WindEnergy Bild: HUSUM WindEnergy/Messe Husum & Congress

"Kraft-Wärme-Kopplung besser nutzen"

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme hat sich für eine bessere Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung ausgesprochen.

Prof. Dr. Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer IWES, beschwerte sich bei der Messe Husum WindEnergy: "Dieses Potenzial wird zu sehr übersehen." Generell sei die Energiewende im Moment ein "Chaos", notwendig sei eine gezielte Steuerung. Zudem biete die Windenergie in Süddeutschland ein riesiges Potenzial. Aufgrund des Ausbaus der erneuerbaren Energien sei ein Ausbau des fossilen Kraftwerkparks nicht mehr nötig. Die vorhandenen Kapazitäten reichten aus. "Die Energiewende ist planbar und muss geplant werden", so der Wissenschaftler. Dies habe aber nichts mit einer Planwirtschaft zu tun. Vielmehr müsse mehr systematisch gedacht werden.


In der Diskussion über das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Windparks auf See betonte der Wissenschaftler, Offshore werde dringend benötigt. Die Technologie sei noch in den Anfängen, und die Kosten würden sich im Laufe der Jahre noch reduzieren. Nicht zustimmen wollte er der These, dass Photovoltaik(PV)-Strom billiger sei als Offshore-Windkraft. (al)