Die Stadtwerke Augsburg bauen ihr Fernwärme-Netz weiter aus.
Bild: © swa

Mehr grüne Wärme in Augsburg

Die Stadtwerke bauen ihr Fernwärmenetz aus. Sie erschließen Gewerbegebiete in Lechhausen und sichern die Versorgung des Roboterherstellers Kuka mit einem zweiten Anschluss. Rund die Hälfte der Fernwärme der swa stammt mittlerweile aus erneuerbaren Energien.

Über die neue "Stammleitung 7" wollen die Stadtwerke Augsburg (swa) das gesamte Jahr über regenerativ erzeugte Fernwärme in die Stadt transportieren. Hierzu wird die neue Verbindung an die bestehende Fernwärmeleitung in der Aindlinger Straße angebunden. Die Arbeiten zum Ausbau des Fernwärme-Netzes beginnen am Aschermittwoch und dauern voraussichtlich bis Ende Juni respektive Ende Oktober. Durch die Baumaßnahme werden die Gewerbegebiete in Lechhausen erschlossen und zudem die Versorgung des Robotik-Konzerns Kuka durch einen zweiten Anschluss gesichert. Die Wärme stammt aus dem Biomassekraftwerk und der Gasturbine der swa, wo sie jeweils in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird, sowie aus der Müllverbrennungsanlage (Abwärme).

44.000 kWh Wärme können künftig über die "Stammleitung 7" befördert werden. Damit lassen sich etwa 4.400 Einfamilienhäuser gleichzeitig beheizen. Zahlreiche Firmen entlang der neuen Leitung haben sich bereits für einen Fernwärmeanschluss entschieden. Neben ökologischen Aspekten waren laut Pressemitteilung der swa dabei auch wirtschaftliche Gründe entscheidend.

Weite Teile der Innenstadt erhalten Fernwärme

Rund die Hälfte der von den Stadtwerken Augsburg erzeugten Fernwärme stammt mittlerweile aus erneuerbaren Energien, weite Teile der Augsburger Innenstadt werden ausschließlich durch die Fernwärme versorgt. Außerdem sind Wohngebiete wie das Uni-Viertel, die ehemaligen US-Kasernen oder das Schwaben-Center an das Fernwärmenetz angeschlossen, ebenso große Unternehmen wie MAN, Schulen und zahlreiche Kliniken. Mit der Leistung der abgegebenen Fernwärme können umgerechnet rund 35.000 Haushalte versorgt werden. (hoe)