Der neue Wärmespeicher in Nürnberg läuft inzwischen im Regelbetrieb N-Ergie

N-Ergie fordert rasche Novelle bei KWK

Die im Koalitionsvertrag angekündigten Änderungen bei Kraft-Wärme-Kopplung sollen schnell umgesetzt werden.

Die N-Ergie AG aus Nürnberg fordert die rasche Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG). In Ballungsräumen sei KWK mit Fernwärme die sinnvollste Möglichkeit, die Wärmeversorgung effizient und umweltschonend sicher zu stellen. Und kombiniert mit einem Wärmespeichersystem passe KWK mit Wärmeversorgung ideal in die dezentrale, regenerative Erzeugungslandschaft – sofern sie sich am Strommarkt orientiert, erklärt N-Ergie-Vorstandsvorsitzender Josef Hasler.

„Mit der KWKG-Novelle haben wir die Chance, dass hocheffiziente KWK-Bestandsanlagen im System erhalten werden können, und dass dem weiteren Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung wieder Dynamik verliehen wird“, so Hasler weiter. Nur so könne das im KWKG verankerte und im Koalitionsvertrag bestätigte Ziel, bis 2020 den Anteil der KWK-Anlagen auf 25 % zu steigern, auch erreicht werden.

Der Wohnungsbestand in Ballungsräumen biete neben zum Teil langwierigen und teuren Passivmaßnahmen wie Gebäudedämmung oder dem Bau von möglichst energiesparenden Gebäuden eine weitere Effizienzoption an: Fernwärme mit effizienter KWK. Wärmeeffizienzpotenziale im Mietwohnungsbestand der Ballungsräume können durch Fernwärme sehr günstig erschlossen werden. „Aus unserer Sicht sollte daher der Wärmemarkt und die Wärmeinfrastruktur stärker in den Fokus rücken. Die Argumente in der energiepolitischen Diskussion sind derzeit hauptsächlich auf die Stromseite ausgerichtet“, sagt Hasler. (wa)