Hocheffizient und klimaschonend: die neuen Motoren im BHKW Obere Viehweide. Bei der Inbetriebnahme (v.l.n.r.): Peter Kaiser, Abteilungsleiter Erzeugung der SWT, der Tübinger Oberbürgermeister und SWT-Aufsichtsratsvorsitzende Boris Palmer, der Sprecher der SWT-Geschäftsführung, Ortwin Wiebecke und der Geschäftsführer Technik der SWT, Wilfried Kannenberg. Bild: de Maddalena

Neue Motoren für BHKW in Tübingen

Die Stadtwerke Tübingen ersetzen alte Wärtsilä-Aggregate durch Jenbacher-Motoren.

Die Stadtwerke Tübingen (SWT) haben vier neue, hocheffiziente Motoren im Blockheizkraftwerk (BHKW) Obere Viehweide auf Waldhäuser Ost installiert. Der Vorteil: der Wirkungsgrad des BHWK hat sich durch die Modernisierung deutlich erhöht und es wird dadurch weniger Erdgas als Brennstoff verbraucht.

"Technisch waren die alten Motoren nach rund dreizehn Betriebsjahren an ihre Leistungsgrenze gekommen. Die Modernisierung ist daher auch technisch und
wirtschaftlich ein sinnvoller Schritt in die Zukunft", erklärte Ortwin Wiebecke, der Sprecher der Stadtwerke-Geschäftsführung. Rund 6 Mio. € haben die Stadtwerke in die Modernisierung des BHKW Obere Viehweide investiert. Eine weitere Investition von rd. 1 Mio. € soll 2014 in die Erneuerung der Anlagentechnik des
Wärmespeichers erfolgen.

Wie schon im Fernheizwerk Waldhäuser Ost haben die Stadtwerke die Mess-
Steuer- und Regelungstechnik in Eigenregie umgesetzt: "So haben wir das Know-how von Beginn an vollständig im Haus", erklärte Peter Kaiser, Abteilungsleiter Erzeugung bei den SWT. "Das bietet uns bei Wartung und Instandhaltung der Anlagen auch langfristig Vorteile." Die Stadtwerke produzieren über 50 % der gesamten Tübinger Wärmelieferung in umweltfreundlichen
KWK-Anlagen und haben die Netze in den vergangenen Jahren kontinuierlich modernisiert und ausgebaut.

In Tübingen wurde Fernwärme erstmals 1914 mit Eröffnung des Uhlandbades eingesetzt. Die damaligen Gaswerke hatten als Vorgänger der Stadtwerke die erste städtische Fernwärmeleitung vom Gaswerk im Eisenhut über 1,6 km zu dem beliebten Hallenbad in der Innenstadt gelegt. Heute verfügen die Stadtwerke
Tübingen über ein Fernwärmenetz mit einer Leitungslänge von insgesamt 37 Kilometern. Heute sind daran mehr als 1100 Gebäude angeschlossen. 110,6 Mio. kWh Wärme haben die Stadtwerke im Jahr 2012 an ihre Kunden geliefert. (al)