Geschäftsführer Roland Warner (rechts) und Jochen Nauhaus von Eins freuen sich über die neuen Kessel.
© Eins/Wolfgang Schmidt

Neue Wärme für Chemnitz

Der Energieversorger Eins aus Sachsen wird die Chemnitzer Wärmeversorgung modernisieren und hat nun einen ersten Meilenstein erreicht.

Die „Energie in Sachsen“ (Eins) will die Chemnitzer Wärmeversorgung erneuern und bis 2029 aus der Kohle aussteigen. In einem ersten Schritt konnten nun drei neue Heizkessel im Heizwerk in Betrieb genommen werden. Die neun Meter langen Kessel haben einen Durchmesser von fünf Metern, werden mit Erdgas betrieben und erreichen eine Leistung von insgesamt 100 MW. Damit kann rund ein Viertel des Chemnitzer Fernwärmemarktes versorgt werden.

Die Kessel stammen aus Venlo (Niederlande) und mussten aufgrund des Gewichts von je 80 Tonnen mit Schwerlasttransporten angeliefert werden. Die Lieferung und Errichtung übernahm die Firma Viessmann.

Modernisierung durch MHKW

Im Rahmen der Modernisierung der Chemnitzer Wärmeversorgung und des Heizwerks Altchemnitz hat sich die Eins für den Bau eines neuen Motorenheizkraftwerks (MHKW) ab 2020 entschieden. Das Kraftwerk wird mit Methan betrieben und kann Erdgas, Biogas oder synthetisches Gas verbrennen. Es besteht aus fünf Modulen und erreicht eine Leistung von mindestens 50 MW.

Gemeinsam mit den anderen neuen Anlagen, darunter eine Holz-HKW und weitere MHKW wird die Energieerzeugung von Eins zukünftig noch umweltschonender und den CO2-Ausstoß um rund 60 Prozent gegenüber der bisherigen Technik senken. (pm)