Herzstück des Nahwärmenetzes ist eine Biogasanlagen.
Bild: © Philipp Pohlmann/pixelio

Schafflund testet „cooles“ Nahwärmenetz

Wie „cool“ die Wärmewende sein kann, beweist nun eine Gemeinde aus Schleswig-Holstein. Ein Neubaugebiet in Schafflund heizt künftig mit einem kalten Nahwärmenetz.

65 statt 85 Grad Celsius beträgt die Vorlauftemperatur der Heizungen am „Dammacker 2“. Die 25 Häuslebauer in Schafflund kriegen trotz des Niedrig-Temperatur-Netzes keine kalten Füße. Ihre Neubauten benötigen aufgrund des hohen Dämmstandards weniger Energie zum Heizen – ideale Voraussetzungen für eine „kalte“ Nahwärmeversorgung.

Die Schafflunder Wärme GmbH will das Niedrig-Temperatur-Netz nun in der Praxis testen. Eine Biogas-Anlage soll  den „Dammacker“ über einen zentralen Wärmetauscher inklusive Wärmespeicher künftig versorgen. Dank der geringe Vorlauftemperatur weist die kalte Nahwärme deutlich weniger Übertragungsverluste als beispielsweise die Fernwärmeversorgung auf – gut für das Klima und die Kasse. Die Deutschen Bundesstiftung Umwelt  (DBU) fördert das Projekt mit insgesamt  65.000 Euro. (ls)