Das Zuhause-Kraftwerk von Lichtblick: VW ist nun aus der Kooperation ausgestiegen. Bild: Manfred Witt

Schwarmstrom ohne VW

Der Autohersteller stieg aus dem Vertrag mit Lichtblick aus und liefert kein BHKW mehr.

Lichtblick bietet künftig keine Blockheizkraftwerke (Zuhause-Kraftwerke) von Volkswagen mehr an. „Volkswagen hat den langfristigen Kooperationsvertrag zur Entwicklung und Lieferung von BHKW scheitern lassen", erläutert Heiko von Tschischwitz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lichtblick. VW habe wesentliche wirtschaftliche Vertragsvereinbarungen nicht eingehalten. "Letztendlich wollte VW uns Bedingungen diktieren, die vollkommen inakzeptabel sind. VW entzieht uns dadurch die Grundlage für die Fortsetzung des BHKW-Geschäfts“, so von Tschischwitz. Dabei hätte Lichtblick sehr gern weitergemacht. Schließlich sehe das Unternehmen große Wachstumschancen im BHKW-Markt.
 
Für Immobilienbesitzer, die bereits ein Zuhause-Kraftwerk im Keller haben, ändere sich nichts. Bestehende Kundenverträge werde Lichtblick langfristig erfüllen. Bisher konnten 1500 Mini-Kraftwerke von Lichtblick im Markt platziert werden.
 
Für den Konzernumsatz von Lichtblick spielt das BHKW-Geschäft bisher nur eine untergeordnete Rolle. Das Unternehmen sehe jedoch große Ertragschancen für die Zukunft. „Der BHKW-Markt steht vor einem Durchbruch und bietet enorme Wachstumspotentiale. Dank der im Verlauf der letzten Jahre gemeinsam von Lichtblick und VW erreichten technologischen Reife des Zuhause-Kraftwerks haben wir uns eine Top-Ausgangsposition erarbeitet, um auch international eine bedeutende Rolle im Markt spielen zu können. Dass VW gerade jetzt nicht zu seinen vertraglichen Pflichten steht, ist sehr enttäuschend“, betont der Lichtblick-Chef.

Die Aufgabe des Geschäftsfeldes Zuhause-Kraftwerk wird auch einen Stellenabbau im höheren zweistelligen Bereich unter den 470 Mitarbeitern nach sich ziehen. (al)