Geothermie-Bohrung von Daldrup & Söhne
Bild: © Daldrup & Söhne

Schweriner Geothermie: mehr & heißer

Die Stadtwerke Schwerin haben ihre erste Förderbohrung im Geothermiefeld Schwerin-Lankow abgeschlossen. Ertrag und Temperatur lagen dabei deutlich über den Erwartungen.

Nach fast drei Jahren Vorbereitungsphase setzte der gigantische Bohrer auf dem Geothermiefeld Schwerin-Lankow im vergangenen Oktober zu seiner ersten Bohrung an. Zunächst waren die Stadtwerke, die die Bohrung in Auftrag gegeben hatten, von einer Fördermenge von 150 Kubikmeter pro Stunde ausgegangen. Mit 200 Kubikmeter pro Stunde übertrifft das Ergebnis der mittlerweile abgeschlossenen Bohrung nun alle Erwartungen.

Doch nicht nur bei der Menge trumpft das Geothermiefeld auf, auch die Temperatur liegt deutlich über den Ausgangskalkulationen. Statt 52 Grad Celsius stießen die Bohrexperten von Dahldrup & Söhne auf 56 Grad Celsius heißes Wasser. Hintergrund des erfreulichen Ergebnisses ist eine Fördertiefe von knapp 1300 Metern. Ursprünglich sollte sich die gigantische Bohrmaschine 1237 Meter tief ins Erdreich graben. Nach diesem ersten Erfolg steht in Schwerin nun eine zweite Bohrung auf dem Plan.

Übertage geht es vorerst weiter

Während aktuell die Genehmigungsunterlagen vorbereitet werden, machen sich die Arbeiter an den Bau der obertägigen Versorgungsanlagen und bereiten den Netzanschluss für die Fernwärme vor. Wenn alles glatt läuft, soll mit der Injektionsbohrung noch Ende diesen Jahres beziehungsweise spätestens Anfang 2020 begonnen werden, erklärte ein Sprecher der Stadtwerke Schwerin gegenüber der ZfK. (ls)