Bild: @ Stadtwerke Heidelberg

Studie: Viel Optimierungspotenzial bei der Fernwärme

Bei der Fernwärme gibt es noch viele Chancen, Effizienz und Rentabilität zu verbessern. Rödl & Partner nennen die Bereiche KWK, Preisgestaltung und Ressourcen als Optionen.

Benchmarking im Bereich Fernwärme – darauf hat sich die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner aus Nürnberg spezialisiert. Im letzten Jahr gelang es, dazu eine aussagekräftige Erhebung zu machen. Im Juli startet nun eine zweite Runde. Abgeschlossen wird die Erhebungsphase im September 2018, erste Ergebnisse auf Basis der erhobenen Unternehmensdaten sollen noch vor Weihnachten vorliegen.

Das umfassende Fernwärme-Benchmarking geht weit über einen reinen Mischpreisvergleich auf Basis bestimmter Abnahmefälle hinaus, so das Unternehmen. Ziel ist es, diverse Kennzahlen aus den Bereichen Erzeugung, Netz und Betriebswirtschaft zu untersuchen. Versorgern sollen konkrete Optimierungspotenziale in der betrieblichen Leistungserstellung aufgezeigt werden. Die erste Projektrunde ergab zum Beispiel, dass bei vielen Versorgern eine deutliche Steigerung der Stromerlöse mit Kraft-Wärme-Kopplung möglich wäre.

Einsparmöglichkeiten in Höhe von 18 Mio. Euro

Betriebswirtschaftliche Stellschrauben für eine effizientere Wärmeversorgung sind insbesondere Optimierungen im Bereich Kostendeckung und Verbesserungen bei der Ausnutzung der Ressourcen. Auch die Verringerung von Risiken ist ein Schwerpunkt in der Ergebnisauswertung, hier können zum Beispiel durch eine Anpassung des Arbeitspreis-Grundpreis-Verhältnisses die Erträge signifikant gesichert und stabilisiert werden.

30 Teilnehmer aus ganz Deutschland beteiligten sich in dieser ersten Projektrunde im vergangenen Jahr am Benchmarking von Rödl & Partner. Ihr gesamter Jahresumsatz im Bereich Fernwärme lag bei insgesamt circa 300 Mio. Euro. Der Barwert der durch die Benchmarking-Teilnahme im ersten Schritt erkannten Einspar- und zusätzlichen Einnahmepotentiale summiert sich auf mehr als 18 Mio. Euro. (sig)