Die Stadtwerke Mühlhausen setzten für mehr Effizenz auf zwei BHKW von Jenbacher.
Bild: © Jenbacher

SW Mühlhausen: Neue BHKW am Fernwärmenetz

Mit einer minimalen Verspätung nehmen die zwei neuen Blockheizkraftwerke im thüringischen Mühlhausen ihren Betrieb auf.

Sie sollen Effizienz und Leistungsstärke bieten und dadurch nicht nur CO2-Emissionen einsparen, sondern auch die Fernwärmeversorgung attraktiver machen. Die Stadtwerke Mühlhausen in Thüringen haben knapp zwei Mio. Euro in zwei neue Blockheizkraftwerks(BHKW)-Module investiert. Am Mittwoch gingen die neuen Anlagen in Betrieb.

Bereits seit 2016 laufen die Modernisierungsarbeiten des Heizkraftswerks im thüringischen Mühlhausen. Nachdem die zwei alten BHKW in die Jahre gekommen waren, sollten sie durch zwei neue gasbetriebene Anlagen mit mehr Power ersetzt werden. Mit einer elektrischen Leistung von knapp 1000 kW und einer thermischen Erzeugung von rund 1200 kW pro Anlage können die Vorgänger mit 772 kW Stromoutput und 834 kW Wärmeleistung nicht mithalten.

Primärenergiefaktor verbessern

Das Investment zahlt sich auch bei einem Blick in die Ökobilanz aus: Circa 380 Tonnen CO2-Emissionen sollen jährlich vermieden werden. Die Modernisierungsarbeiten sind auch für Hausbesitzer und Wohungsbaugesellschaften nicht uninteressant. Durch die Kopplung der Strom- und Wärmeerzeugung verbessert sich der Primärenergiefaktor der Fernwärme, was sich nicht zuletzt im Gebäude-Energieausweis widerspiegelt.

Laut Planung sollten die BHKW von Jenbacher bereits im November ans Netz gehen. Nun ist es doch Anfang Dezember geworden – eine verschmerzbare Verspätung und eine Nikolaus-Überraschung obendrein. (ls)