Der Bürgermeister von Berlin-Mitte, Christian Hanke (l.), und Wolf-Dietrich Kunze, Vorstand der Vattenfall Wärme GmbH (r.), posieren vor den drei neuen Heißwasser-Erzeugern. Bild: Vattenfall

Vattenfall nimmt Heißwasser-Erzeuger in Betrieb

Die neue Technik verbessert den Wirkungsgrad der Wärmeproduktion im Winter durch das Berliner Heizkraftwerk Mitte auf 95 %.

Ab heute wird mehr Wärme in Berlins zentralstem Kesselhaus in der Scharnhorststraße in Mitte erzeugt. Drei neue Heißwasser-Erzeuger produzieren nach nur sechs Monaten Bauzeit, Fernwärme aus Erdgas. Versorgt wird das Areal am Hauptbahnhof, das Bundeswirtschafts- und Verkehrsministerium sowie das Brunnenviertel. Die neue Technik arbeitet im Verbund mit dem Heizkraftwerk Mitte und verbessert den Wirkungsgrad bei der Wärmeproduktion im Winter von 90 auf 95 %. Rund 1000 t CO2 können so vermieden werden. Der Ausbau kostete Vattenfall 3,5 Mio. €.

Generell ist ein rasanter Anstieg des Wärmebedars in Mitte zu beobachten. Deshalb erhöht Vattenfall die Wärmeleistung von 120 auf 160 Megawatt. 200 000 MWh Wärme können so am zentralsten Berliner Erzeugungsstandort erzeugt werden. Dies entspricht dem Wärmebedarf von 32 000 Wohnungen, gibt der Versorger bekannt.

Es ist zudem vorgesehen, das Werk in einem zweiten Bauabschnitt nochmals zu erweitern. Für die zusätzliche Erzeugung von Strom und Wärme mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird eine Gasturbine eingebaut werden. Die Inbetriebnahme ist für 2017 geplant. Hierfür werden weitere Investitionen in Höhe von 12 Mio. € getätigt. Der KWK-Strom soll dann künftig direkt ins Berliner Stromnetz eingespeist werden. Dazu wird außerdem ein neues Umspannwerk in der Sellerstraße durch die Stromnetz Berlin GmbH errichtet. (msz)