Ulrich Müller (l.), EWE-Generalbevollmächtigter, und Karsten Schneider (r.), Bürgermeister von Binz, besichtigen das neue BHKW Binz.
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Wärme und Strom: neues BHKW für das Seebad Binz

Die EWE AG versorgt das größte deutsche Ostseebad mit Energie aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung. 54 Prozent CO2 können dadurch eingespart werden.

Seit einigen Wochen versorgt das in Oldenburg ansässige Versorgungsunternehmen EWE das Ostseebad Binz auf klimaschonende Weise mit Wärme und Strom. Die Energie wird im neu errichteten Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt. Der EWE-Generalbevollmächtigte Ulrich Müller und Karsten Schneider, Bürgermeister von Binz, haben die neue, effiziente Energieerzeugungsanlage in der Proraer Chaussee in Binz nun offiziell in Betrieb genommen.

Das neue BHKW ersetzt einen 22 Jahre alte Kraftwerksblock. Es wurde in einer eigens angefertigten Betonhaube aufgestellt und produziert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig 1.560 kW Strom und 2.000 kW Wärme aus Erdgas. Das BHKW zeichnet sich durch einen sehr hohen elektrischen Wirkungsgrad von rund 40 Prozent aus. Insgesamt hat die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von 93 Prozent.

35 Prozent besser als der Durchschnitt

Möglich wird der enorm hohe Gesamtwirkungsgrad durch die Abgasauskühlung bis 80°C, die mittels eines zweiten Abgaswärmetauschers erreicht wird. Das anliegende Fernwärmenetz transportiert die erzeugte Wärmeenergie zu den 1.600 angeschlossenen Wohneinheiten, aber auch zu Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Der bei der Wärmeproduktion anfallende Strom wird ins Stromnetz der Insel Rügen eingespeist.

Insgesamt erzeugt das BHKW jährlich an rund 9.900 MWh Strom und 12.800 MWh Wärme. Das entspricht einem Jahresstromverbrauch von 4.000 Haushalten und einem Jahreswärmeverbrauch von 3.200 Haushalten. „Kraft-Wärme-Kopplung steht für die derzeit effizienteste Energieerzeugung. Durch diese Art der Stromproduktion spart die Anlage im Vergleich zum deutschen Strom-Mix rund 35 Prozent CO2 ein“, so Ulrich Müller. Für das neue BHKW hat EWE rund 1,5 Mio. Euro investiert.

Es geht um die Energiewende

Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ist für EWE ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Das Unternehmen modernisiert daher nach und nach seine Blockheizkraftwerke, um sie auf den technisch neuesten Stand zu bringen. „Ein sparsamer und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen sind uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass EWE einen Beitrag für mehr Klimaschutz in Binz und damit auch für unsere Insel leistet“, so Karsten Schneider. (sig)