Die FEE zeigt die vergangenen Entwicklungen in der Holzgas-Branche auf.
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Wo steht die Holzgasbranche heute?

Österreich und Japan blühen auf, Deutschland bricht hingegen ein: Es ist Bewegung auf dem internationalen Markt für Holzgas-KWK-Anlagen. Die diesjährige Herstellerumfrage von FEE zeigt die aktuellen Entwicklungen auf.

Nach dem deutlichen Hoch im Jahr 2016 mit 230 verkauften Holzgas-KWK-Anlagen, im deutschsprachigen Raum, sind die Auslieferungszahlen nun wieder auf 152 gefallen. Dies entspricht dem Jahreswert von 2013, zeigt die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien (FEE) auf.

"Ob es sich um einen anhaltenden Abwärtstrend handelt oder um eine Konsolidierung auf mittleren Niveau, könne noch nicht abgeschätzt werden", so die FEE

Mehr Wärme als Strom

Dabei werden die KWK-Anlagen vorranging für die Wärmeproduktion genutzt. "Es bleibt in der Summe ein Nischensegment innerhalb der Bioenergie", fasst die Fördergesellschaft zusammen.

Auch in der Jahresproduktion zeigt sich zudem ein Einbruch. 2018 wurden nur 19 Anlagen in Deutschland produziert. Wohingegen es in den vorherigen zwei Jahren um die 30 Stück waren. Dadurch sei Deutschland 2018 nicht mehr der "starke Heimatmarkt, sondern nur noch ein Teilsegment", resümiert die FEE.

Österreich und Schweiz werden interessant

Sprunghaft entwickelte es sich hingegen im österreichischen und schweizerischen Markt. Während 2016 nur vier Anlagen produziert wurden, sind es 2017 bereits 22 und 2018 sogar 28 Anlagen gewesen.

Aber aufgrund der hohen Einspeisevergütung und der Obergrenze in Österreich sei es fraglich, ob sich dieser Markt wie der deutsche entwickeln könnte, wobei es eine Obergrenze für das Gesamtvolumen gebe.

Mehr inter- statt national

Die deutschsprachige Region mache nun einen Anteil von 30,5 Prozent des Absatzmarktes aus. Die Internationalisierung hingegen hält an. Fast 70 Prozent aller Anlagen werden in ausländischen Märkten verkauft. 90 Prozent aller in Betrieb genommenen Holzgas-Anlagen würden aktuell betrieben. (ab)