Energieanbieter

Booster für das Image

Trotz spektakulärer Pleiten erwägen viele Bürger wegen der hohen Energiepreise einen Anbieterwechsel. Das Gütesiegel »Top-Energieanbieter in der Region« trägt dazu bei, Kunden zu halten und neue zu gewinnen.

Laut einem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt haben 2020 mehr deutsche Haushalte einen neuen Stromanbieter gesucht als je zuvor in den letzten Jahren. Dass das nicht unbedingt eine gute Idee ist und dass der Strompreis alleine nicht das entscheidende Kriterium sein sollte, wurde in diesen Wochen vielen Kunden schmerzlich bewusst, als ihr Anbieter – zum Beispiel wegen Insolvenz – die Belieferung abrupt einstellte.

Allerdings sind die steigenden Energiepreise für viele Bürger ein Grund, sich danach umzuschauen, ob es günstigere Alternativen gibt. In einer Umfrage des Geldratgebers »Finanztip« vom Sommer 2021 gab nur ein Drittel an, noch nie den Versorger gewechselt zu haben. Knapp 45 Prozent sagten, sie hätten schon gewechselt, täten dies aber nicht regelmäßig. Die restlichen 21,5 Prozent bekundeten, dass sie regelmäßig neue Verträge abschließen, sprich alle ein bis zwei Jahre.

Der Ratgeber ordnete die Befragten auch in Altersgruppen ein. Am wechselfreudigsten zeigten sich demnach Kunden zwischen
30 und 49 Jahren. 29 Prozent von ihnen gaben an, immer wieder nach neuen Angeboten Ausschau zu halten. 41 Prozent hatten ihren Anbieter nach eigener Aussage zumindest schon einmal, aber nicht regelmäßig gewechselt.

In der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre gab fast jeder Fünfte an, regelmäßig zu wechseln. Jeder Dritte hatte zumindest einmal, aber nicht regelmäßig, seinen Anbieter gewechselt. Und die 50- bis 69-Jährigen? Unter ihnen gab fast ein Drittel (31 Prozent) an, immer noch beim selben Versorger zu sein. Aber immerhin 16 Prozent zählten sich zu den Anbieterhoppern.

Positives Image wird wichtiger

Aufgrund der grundsätzlich hohen Wechselbereitschaft stehen die Energieversorger auf der einen Seite vor der Herausforderung, ihre Kunden möglichst effizient an sich zu binden. Auf der anderen Seite ist das Interesse von Bürgern, die sich im Markt umsehen, für die Unternehmen gleichzeitig auch die Chance, neue Abnehmer zu gewinnen. Ein guter Ruf ist daher für sie sehr wichtig. Denn viele Verbraucher legen neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch besonderen Wert auf ein positives Image ihres Strom- und Gaslieferanten.

Vor diesem Hintergrund analysiert die Studie »Top-Energieanbieter in der Region« für etwa 1000 Unternehmen die Daten eines sogenannten Social Listening. Hierbei werden Aussagen zu fünf für die Reputation relevanten Bereichen untersucht. Dazu gehören:

Produkt & Service: Qualität, Preis, Dienstleistungen/Service, Kundenzufriedenheit, Produktverbesserung

Nachhaltigkeit: soziale Verantwortung, ökologische Verantwortung, ökonomische Verantwortung

Management: Leadership, Zukunftsorientierung, strategische Planung, Personen, Gremium

Wirtschaftlichkeit: Profitabilität, Risikomanagement, Wettbewerbsvorteile, Investitionen, Umsatz und Gewinn

Arbeitgeber: Arbeitsplatzsicherheit, Mitarbeiterorientierung, Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

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Die Analyse wird vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) durchgeführt, das mit einem datengestützten Ansatz die Kommunikation von Unternehmen untersucht. Basis ist dabei die gesamte öffentliche Kommunikation auf 438 Mio. Webseiten. Damit kann die Resonanz der Aktivitäten einer Organisation in Echtzeit gemessen werden.

Hauptaktivität von IMWF ist die quantitative und qualitative Medienanalyse für Unternehmen, die ihre Medienpräsenz, ihr Markenimage oder ihre Reputation auswerten wollen. Medienbeiträge lediglich zu sammeln, reicht nicht mehr aus, stellen die Experten fest. Wer seine Kommunikation gezielt einsetzen möchte, muss über die bloße Medienbeobachtung hinausgehen – und die Botschaften hinter der Berichterstattung und die jeweiligen Dynamiken verstehen.

Eine gute Medienanalyse vereint deshalb quantitative und qualitative Methodik und untersucht ein möglichst breites Panel nach verschiedenen Kriterien. Die Kriterien und Kennzahlen können sich je nach Analysezweck unterscheiden. Die Methode eignet sich damit auch dafür, die Besten einer Branche in einem bestimmten Bereich zu ermitteln. (hp)         

Weitere Siegel:

Karrierechancen

Vertrauen