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20 April 2017 | 10:56

Anstieg beim "Üblichen Preis"

Aufgrund der hohen Preise an den Strombörsen im vergangenen Quartal steigt die Vergütung für KWK-Anlagen unter zwei MW in den nächsten Monaten auf über vier Cent/kWh.

Der durchschnittliche Preis aller Stundenkontrakte an der Strombörse betrug im letzten Quartal 4,132 Cent/kWh. Dies berichtet das BHKW-Infozentrum aus Rastatt. Von daher steigt der KWK-Index ("Übliche Preis") auch im ersten Quartal 2017 an und beträgt nun mehr als 4,1 Cent/kWh.

Laut KWK-Gesetz 2012 gilt der "Übliche Preis" als Einspeisevergütung für KWK-Anlagen bis zwei MW während der KWK-Förderdauer. Das KWK-Gesetz 2016/2017 beschränkte den Geltungsbereich auf KWK-Anlagen bis 100 kW elektrischer Leistung, so BHKW-Consult. Bei KWK-Anlagen bis 50 kW orientiere sich die Einspeisevergütung auch nach Auslauf der Förderung an dem üblichen Grundlaststrom-Preis. Dieser "übliche Preis" orientiert sich jeweils an dem durchschnittlichen Quartalspreis für Grundlaststrom (Baseload) an der Strombörse EEX im vorausgegangenen Quartal. Der im ersten Quartal 2017 ermittelte Preis in Höhe von 4,132 Cent/kWh ist demnach ausschlaggebend für die eingespeiste KWK-Strommenge im April bis Juni 2017.

Steigerung um zehn Prozent

Zum Vergleich: Der Durchschnittswert aus dem vierten Quartal 2016 lag bei 3,76 Cent/kWh. Der jetzige Quartalswert stellt also eine Steigerung um rund 10 Prozent dar. Doch die Freude über den Anstieg wird nicht lange anhalten: Das BHKW-Infozentrum erwartet bereits im zweiten Quartal eine Absenkung des durchschnittlichen Quartalspreises auf das Niveau der Jahre 2014/2015. Damals wurde für Grundlaststrom an der Strombörse im Durchschnitt zwischen 2,8 Cent/kWh und 3,4 Cent/kWh gezahlt.

Die hohen Strompreise in den Wintermonaten sind Folge des hohen Strombedarfs in Frankreich und des Abschaltens einiger Kernkraftwerke. So wurden Börsenpreise mit mehr als 5,2 Cent/kWh erreicht. Im März sanken die Durchschnittspreise auf rund 3,2 Cent/kWh, so BHKW Consult. (al)

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Stromsperren sind im Jahr 2015 verhängt worden. Dies sind 20 530 Fälle weniger als im Vorjahr. Bei Gas sank die Anzahl um 2862 auf 43 626 Fälle. Diese Angaben machte im März die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.