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08 November 2017 | 10:00

Energieeffizienz: Großer Erfolg für die Stadtwerke

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und seine Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche erzielten einen wichtigen Durchbruch für die Kommunalwirtschaft bei den Förderprogrammen für Energieeffizienzberatung., Bild: (c) VKU
Bild: (c) VKU
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und seine Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche erzielten einen wichtigen Durchbruch für die Kommunalwirtschaft bei den Förderprogrammen für Energieeffizienzberatung.
Kommunale Unternehmen haben künftig Zugang zu ausgewählten Förderprogrammen für Energieeffizienzberatung. Worum es genau geht.

Seit Längerem hat sich der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) für eine wettbewerbliche Gleichbehandlung privater und kommunaler Unternehmen im Markt für Energiedienstleistungen stark gemacht. Nun ist ihm der Durchbruch gelungen. Stadtwerke können in Zukunft an ausgewählten Förderprogrammen für Energieeffizienzberatung partizipieren. Das gab das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gestern bekannt. Bisher war kommunalen Energieunternehmen der Zugang verwehrt. Konkret geöffnet werden die Programme "Energieberatung im Mittelstand" und die "Energieberatung für Wohngebäude" (bislang: Vor-Ort-Beratung).

VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche begrüßte die Entscheidung: „Stadtwerke verfügen über weitreichende Kompetenzen in der Energieberatung." Daher sei es richtig, dass kommunale Unternehmen sich zukünftig noch stärker in diesem Bereich einbringen können. "Der Ausschluss von den Förderprogrammen war ein klarer Wettbewerbsnachteil. Mit dem Zugang zu den Programmen hat das Bundeswirtschaftsministerium die Spielregeln an die Marktbedingungen angepasst", so Reiche weiter. Nun könnten kommunale und private Unternehmen gleichberechtigt im Wettbewerb die besten Strategien und Produkte für Energieeffizienz entwickeln.

Entscheid wird sich positiv auf Erreichung der EU-Zielvorgaben auswirken

Der Zugang zu den Programmen wird zudem Einfluss auf die Erreichung der von der Europäischen Union vorgegebenen deutschen Energieeffizienzvorgaben haben. Es werden nur Einsparungen gezählt, die im Rahmen von Programmen gefördert werden. "Damit wurden große Potenziale für mehr Energieeffizienz verschenkt", so Reiche. Die europäischen Energieeffizienzziele seien sehr ambitioniert. Diese würden nur erreicht, wenn alle relevanten Akteure daran mitwirken können und ihre Leistungen in die Bestandsaufnahmen miteinzahlen. "Die Öffnung der Förderprogramme ist ein richtiger Schritt", bekräftigte die VKU-Hauptgeschäftsführerin.

Voraussetzungen für Teilnahme an Förderprogrammen

Die bisherigen Qualifikationsanforderungen der beiden Förderprogramme bleiben bestehen, für diese sind mit der Anpassung der Förderrichtlinie nun laut BMWi Energieberater aus allen Branchen zugelassen. Voraussetzung ist, dass sie über die entsprechenden fachlichen Voraussetzungen, Zusatzqualifikationen sowie Fachpraxis verfügen. Sie müssen außerdem beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine sogenannte Berateranerkennung positiv durchlaufen haben. Weiterhin müssen kommunale EVU ihre wirtschaftliche Neutralität in Form einer beratungsbezogenen Eigenerklärung dokumentieren. (hoe)

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