Auf dieser Seite können Sie sich in Ihr bestehendes Account einloggen oder für ein neues Account registrieren.
30 November 2017 | 10:59

Erdgas verliert an Dominanz

Übersicht über die Wärmeerzeuger bei Neubauten , Bild: BDEW
Bild: BDEW
Übersicht über die Wärmeerzeuger bei Neubauten
Im Neubaubereich wählen Häuslebauer nicht mehr so häufig eine Gasheizung. Wärmepumpen steigen dafür in der Gunst der Eigentümer.

Erdgas ist die Nummer eins bei den Heizungssystemen in Deutschland. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres entschieden sich fast 40 Prozent (39,6) der Bauherren für eine Erdgasheizung, berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Pressemitteilung. Doch der Anteil von Erdgasheizungen bei Neubauten bröckelt. Noch im Jahr 2015 lag der Anteil bei über 50 Prozent. Damals nahm die Fernwärme und Wärmepumpen jeweils 20 Prozent Anteil ein. In den ersten drei Quartalen 2017 stieg der Wärmepumpen-Auswahl auf 27 Prozent, bei Fernwärme lag der Wert bei 24 Prozent.

Durch das Anwachsen der Fernwärme hat auch der Erdgas-Absatz einen Nutzen. Schließlich wird 40 Prozent der Fernwärme über Erdgas erzeugt. "In rund 106 000 Wohnungsneubauten kommt Gas zum Einsatz", erläutert der BDEW. Auch im Gebäudebestand liege Erdgas vorne: Die große Mehrheit (49,4 Prozent) wurde 2016 mit Erdgas beheizt.

Hohes Effizienzpotenzial

Und der Energieträger hat noch Effizienzreserven: Mit dem Ersatz veralteter Heiztechnik durch moderne Gas-Brennwertkessel lassen sich nach BDEW-Angaben schnell und bezahlbar über 30 Mio. Tonnen CO2 bis 2030 einsparen – und damit fast zwei Drittel der Vorgabe aus dem Klimaschutzplan. "Zu den Hindernissen für einen Heizungstausch gehören insbesondere die Investitionskosten. Deshalb sollte eine neue Bundesregierung eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufsetzen, um so eine Modernisierungsoffensive im Gebäudesektor auszulösen", argumentiert der Verband. Er hatte hierzu kürzlich gemeinsam mit BDI, DGB, Dena, und ZDH einen konkreten Modellvorschlag für die steuerliche Förderung vorgelegt. (al)

STELLENMARKT

,

Social media

Folgen sie uns auf:
Facebook Twitter Xing

Zahl des monats

165 000

Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.