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21 September 2017 | 10:56

Kiel färbt Fernwärmewasser ein

Um die Qualität des Netzes zu verbessern, nutzen die Stadtwerke mehrere Methoden. Selbst ein Flugzeug wird zu Hilfe genommen.

Die Stadtwerke Kiel färben in den kommenden Wochen ihr Fernwärmewasser ein, um bisher unentdeckte Leckagen in ihrem 374 Kilometer langen Rohrnetz aufzuspüren. Hierfür mischt der Energieversorger dem Wasser einen fluoreszierenden Farbstoff bei, der das Fernwärmewasser grün einfärbt, berichten die Stadtwerke per Pressemitteilung. Damit können Wasserverluste im Wärmenetz detektiert und reduziert werden.

Bereits im Frühjahr 2015 haben die Kieler erste Schritte unternommen, um Leckagen aufzudecken. Hierbei erfasste ein Flugzeug mit einem speziellen Infrarotaufnahmesystem Wärmebilddaten des Fernwärmenetzes. Ein weiterer Schritt ist nun die Einfärbung des Heizwassers. "Mit diesen Maßnahmen steigern wir die Qualität unseres Netzes", erklärt Sönke Schuster, Pressesprecher der Stadtwerke Kiel AG.

Farbstoff bleibt im Wasserkreislauf

Nachdem der Farbstoff dem Fernwärmewasser beigemischt wurde, bleibt dieser drei bis vier Wochen im Wasserkreislauf bestehen. Das 374 Kilometer lange Rohrnetz ist über das gesamte Versorgungsgebiet miteinander verbunden und das heiße Wasser zirkuliert durch das Leitungssystem. Tritt das Wasser aus, wegen eines Rohrbruchs, bleibt die grüne Färbung für ungefähr acht Stunden an der Oberfläche sichtbar. "Der Farbstoff ist gesundheitlich und wasserbiologisch absolut unbedenklich", erläutert Schuster.

Der Energieversorger veröffentlicht bereits gemeldete und somit bekannte Leckagen unter "Unternehmen/ Aktuelles" auf der Internetseite www.stadtwerke-kiel.de. (al)

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Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.