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07 Juli 2017 | 10:50

"KWK-Ausschreibungen kommen zu früh"

Der Verband BKWK übt Kritik am Vorgehen der Bundesregierung. Bislang liegen zu wenig Erfahrungswerte zu Ausschreibungen vor.

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK) stuft den Start der KWK-Ausschreibungen in diesem Jahr als "verfrüht" ein. Schließlich gebe es zu wenig Erfahrungswerte zu Ausschreibungen, da Ausschreibungen für Photovoltaik und Offshore-Windparks erst seit kurzem stattfinden, so der Verband in einer Pressemitteilung. Verständnis bringt der Verband für das schnelle Vorgehen auf, da dies eine Auflage der EU-Kommission im Rahmen der beihilferechtlichen Genehmigung des neuen KWK-Gesetzes 2016 sei.

Bekanntlich hat der Bundestag am 29. Juni eine Verordnung verabschiedet, welche Ausschreibungen für KWK-Anlagen und innovative KWK-Systeme regelt für das Leistungssegment ein bis 50 MW. Die erste Ausschreibung soll bereits in diesem Jahr, am 1. Dezember 2017 erfolgen.

Vorschlag der Verbände abgeschmettert


Der BKWK hatte sich zuvor gemeinsam mit der ASUE und dem VfW in einer Stellungnahme an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt. Dem Vorschlag, künftig Ausschreibungen in zwei Leistungssegmenten (ein bis zehn MW und zehn bis 50 MW) vorzunehmen, folgte der Gesetzgeber nicht, so die Kritik des Verbandes. Zudem plädierten die Verbände dafür, das Ausschreibungsvolumen von 2018 bis 2021 jährlich zu erhöhen. Diesem Vorschlag zur Steigerung des KWK-Ausbaus wurde ebenfalls nicht entsprochen.

Positiv hebt der BKWK nun hervor, dass der Gesetzgeber jedoch den Einwand zum Zwang zur Verknüpfung des KWK-Prozesses einbrachten. Laut Beschluss müssen nur noch 30 Prozent der ausgekoppelten Wärmeleistung mit einem elektrischen Wärmeerzeuger erzeugt werden und nicht mehr 100 Prozent, wie vorher vom Gesetzgeber gefordert. "Das erhöht die Technologieoffenheit an dieser Stelle", so der BKWK. (al)


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