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10 Juli 2017 | 10:55

KWK-Index bricht dramatisch ein

Die Richtgröße für die Vergütung von kleinen KWK-Anlagen muss einen Rückschlag von 28 Prozent hinnehmen.

Der durchschnittliche Preis aller Stundenkontrakte an der Strombörse betrug im letzten Quartal 2,978 ct/kWh, berichtet das BHKW Infozentrum Rastatt. Damit kommt es zu einem dramatischen Einbruch der Vergütung für kleine KWK-Anlagen. Schließlich lag der daraus resultierende KWK-Index (übliche Preis) im ersten Quartal noch deutlich höher. Die Durchschnittswerte aus dem ersten Quartal 2017 erreichten ein Niveau von 4,132 ct/kWh. Insgesamt bedeutet dies einen Strompreis-Verfall in Höhe von rund 28 Prozent.

Bereits vor drei Monaten veröffentlichte das BHKW-Infozentrum die Erwartung, dass bereits im zweiten Quartal eine Absenkung des durchschnittlichen Quartalspreises auf das Niveau der Jahre 2014/2015 eintreten dürfte. Damals wurde für Grundlaststrom an der Strombörse im Durchschnitt zwischen 2,8 Cent/kWh und 3,4 Cent/kWh gezahlt.

Der durchschnittliche Strompreis für Grundlaststrom eines Quartals, der auch als "üblicher Preis" bezeichnet wird, bestimmt nach dem KWK-Gesetz den Wert des KWK-Stroms, der in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird. Gemäß KWK-Gesetz 2012 gilt diese Einspeisevergütung für KWK-Anlagen bis zwei MW während der KWK-Förderdauer. Das KWK-Gesetz 2016/2017 beschränkt den Geltungsbereich auf KWK-Anlagen bis 100 kW elektrischer Leistung. Bei KWK-Anlagen bis 50 kW orientiert sich die Einspeisevergütung auch nach Auslauf der Förderung an dem üblichen Grundlaststrom-Preis (KWK-Index), erläutert das BHKW Infozentrum. (al)

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