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28 August 2017 | 11:02

Leipzig investiert in Dezentralität

Die Leipziger Stadtwerke errichten vier Blockheizkraftwerke, © Leipziger Stadtwerke
© Leipziger Stadtwerke
Die Leipziger Stadtwerke errichten vier Blockheizkraftwerke
Die Stadtwerke errichten für 8,8 Mio. Euro vier dezentrale Energiestationen, die neben Strom und Wärme auch Regelenergie liefern können.

Die Leipziger Stadtwerke errichten in den kommenden Monaten vier Blockheizkraftwerke (BHKW) in Leipzig. "Wir investieren in diese Anlagen insgesamt 8,8 Millionen Euro – und damit in die Versorgungssicherheit der Leipziger und in eine höhere Flexibilität sowie Wirtschaftlichkeit unseres Erzeugerparks", erklärt Karsten Rogall, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. Bis zum Jahresende sollen die Energiestationen errichtet werden und ab 2018 die Strom- und Wärmeversorgung Leipzigs ergänzen.

Die BHKW verfügen über eine thermische und eine elektrische Leistung von je zwei Megawatt und arbeiten mit einem Gesamtwirkungsgrad von etwa 90 Prozent. Eingebaut werden die Anlagen schallgeschützt in ehemalige Umformerstationen. Außerhalb der Gebäude seien sie weniger wahrnehmbar als ein Kühlschrank, so Rogall.

Der erzeugte Strom versorgt das jeweilige Quartier über das lokale Netz der Netz Leipzig. Die Wärme wird im Fernwärmenetz an die Haushalte im Viertel verteilt. Außerdem sind sie in der Lage, Regelenergie zu liefern. Mit diesem kann die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien im Netz ausgeglichen und der wirtschaftliche Betrieb der Anlagen unterstützt werden. (wa)

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Zahl des monats

428

Mio. Tonnen Kohlendioxid wurden energiebedingt
im ersten Halbjahr ausgestoßen. Laut der Denkfabrik
Agora Energiewende bedeutet dies, verglichen mit 2016, einen Anstieg von fünf Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.