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13 Juni 2017 | 11:15

Mehr Abwärme vom Michelin-Mann

Gemeinsam für mehr Energieeffizienz: Michelin erzeugt am Standort Homburg (Saar) 70 Prozent seines Stroms selbst und spart dabei jährlich mehr als 8300 Tonnen CO<sub>2</sub> ein. Von links am 6. Juni 2017 beim Abschluss des Projekts "Konditherm": Jörg Fritz, Vertriebsleiter der Stadtwerke Homburg (Saar), die saarländische Energieministerin Anke Rehlinger, Cyrille Beau, Werkleiter von Michelin Homburg, OB Rüdiger Schneidewind, Dr. Schu, Geschäftsführer der Esi GmbH, und das Michelin-Männchen., Bild: Jürgen Schirra/ Stadtwerke Homburg
Bild: Jürgen Schirra/ Stadtwerke Homburg
Gemeinsam für mehr Energieeffizienz: Michelin erzeugt am Standort Homburg (Saar) 70 Prozent seines Stroms selbst und spart dabei jährlich mehr als 8300 Tonnen CO2 ein. Von links am 6. Juni 2017 beim Abschluss des Projekts "Konditherm": Jörg Fritz, Vertriebsleiter der Stadtwerke Homburg (Saar), die saarländische Energieministerin Anke Rehlinger, Cyrille Beau, Werkleiter von Michelin Homburg, OB Rüdiger Schneidewind, Dr. Schu, Geschäftsführer der Esi GmbH, und das Michelin-Männchen.
Die Stadtwerke Homburg (Saar) schließen ein Energieeffizienzprojekt mit dem örtlichen Michelin-Reifenwerk ab. Wie viele Millionen sie dabei investiert haben:

Bei der Vulkanisierung von Reifen entsteht Heißdampf – diesen gewinnt das Michelin-Werk in Homburg (Saar) mit Hilfe der dortigen Stadtwerke zurück. Die Beteiligten feierten vergangenen Dienstag den Abschluss dieses Nachhaltigkeitsprojektes namens "Konditherm". Saarlands Energieministerin und Vizeministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sowie OB Rüdiger Schneidewind waren unter den Gratulanten. Der Kommunalversorger berichtete gestern von der Feier.

Nach Michelin-Angaben erspart das Werk mit der Abwärme-Rückgewinnung der Umwelt jährlich rund 8300 Tonnen CO2. Die Stadtwerke Homburg investierten seit 2011 insgesamt sechs Millionen Euro in die Kondithermanlage. Jörg Fritz, Prokurist und Projektleiter bei den Stadtwerken Homburg: „Wir leisten mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Industriestandortes Homburg. Insbesondere in Zeiten des harten Wettbewerbs bieten wir unseren Kunden neue Ideen und Dienstleistungen an.“

Industriegeschäft ist Routine für die Homburger

Der Kommunalversorger hat nach älteren Zahlen der ZfK schon historisch einen Absatzschwerpunkt in der Industrie und war schon vor der Strommarktöffnung Wettbewerb gewohnt, da er in der Nähe von Koppelpunkten im Übertragungs- und Ferngasnetz liegt.

Das Reifenwerk hatte natürlich bereits vor dem Projekt eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage. Dazu kamen 2010 Solarmodule mit einer Fläche von 116 272 m² und einer Maximalleistung von 5,4 Kilowatt. Der Eigenversorgungsgrad bei Strom liegt mittlerweile bei 70 Prozent.

Energiezentrale, Rohre, BHKW, Wärmetauscher, Kälteanlagen

Die erste Stufe des "Konditherm"-Projekts begann 2011: Damals wurde eine gleichnamige Anlage im Werk installiert. Sie leitet Energie aus dem Heißdampf ins Netz zurück. 2014 wurde eine Fernwärmeleitung in das neue Homburger Schwimmbad "KOI" gebaut. 2015 installierte Michelin zusätzlich ein neues Blockheizkraftwerk. Dieses ergänzt die Energieerzeugung der bestehenden Turbinen. In die Energiezentrale baute Michelin jetzt fünf Wärmetauscher ein, um die Abwärme besser zu nutzen. Gleichzeitig kann die Wärme in neuen Absorptionskälteanlagen zum Kühlen von Maschinen in der Reifenfertigung dienen (Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung). Der letzte, vierte Projektschritt kostete die Partner drei Mio. Euro. (geo)

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