Probleme mit Styropor-Abfällen

Sachsen wird in der kommenden Umweltministerkonferenz im Dezember einen Antrag mit einem Lösungsvorschlag einbringen.

Der Freistaat Sachsen wird auf der Umweltministerkonferenz Anfang Dezember in Berlin einen Antrag einbringen, der eine Lösung der aktuellen Probleme bei der Entsorgung von Styropor-Abfällen zum Ziel hat, so das sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in einer Pressemitteilung.

Derzeit werden Abfälle mit sogenannten "persistenten organischen Schadstoffen" (POP) als "gefährlich" eingestuft und sind daher getrennt von anderen Abfällen zu entsorgen. "Eine entsprechende Regelung hat der Bundesrat vor einem Jahr gegen die Warnung des Bundesumweltministeriums und gegen die Stimme Sachsens beschlossen", so der Umweltminister Thomas Schmidt. Wegen der Regelung seien Probleme bei der Entsorgung von Styropordämmstoffen entstanden, die bis 2015 mit zum Brandschutz mit dem Flammhemmer HBCD (Hexabromcyclodecan, C12H18Br6) behandelt wurden.

Die Trennung dieser Styroporanteile von sonstigen Bauabfällen bei Entsorgungsunternehmen führte dazu, dass anstelle von gemischten Abfällen reine Styroporabfälle entstanden, die von Verbrennungsanlagen aus technischen oder aus genehmigungsrechtlichen Gründen nicht ohne weiteres verbrannt werden konnten. "Unser Antrag ist darauf gerichtet, endgültige Rechtssicherheit für die an der Entsorgung Beteiligten herzustellen", so der Minister. Bis dahin können entsprechende Abfälle weiter entsorgt werden. (al)