Unter dem Namen "Biotonni" führen die kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen ihre recycelbare Mülltüte ein.
© Kommunale Servicebetriebe Recklinghausen

Recklinghausen führt Biomülltüte ein

Eine Biomülltüte, die hält, was sie verspricht: Viele Biomülltüten erschweren die Abfallverwertung, Recklinghausen setzt nun auf ein vollständig recycelbares Modell.

Ungebleichtes Recyclingpapier ist die Lösung für weniger Störstoffe im Bioabfall. „Biologisch abbaubare“ Biomülltüten brauchen zum Teil bis zu sechs Monate, um vollständig abgebaut zu werden. Das dauert für den Produktionsprozess von Kompost zu lange: Daher führen die kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) nun eine vollständig recycelbare Mülltüte für Bioabfälle ein.

Sieben Liter fasst die Biomülltüte, die ab 2. Mai an der Wertstoffsammelstelle in Recklinghausen ausgegeben wird. Das Mülltrennen soll dank des neuen reißfesten Modells leichter werden. Ein integrierter Feuchtigkeitsschutz verhindert ein Auslaufen oder Durchweichen der Tüte durch Obst, Gemüse und andere Bioabfälle –  zudem vereinfacht ein Standboden das Befüllen. Zehn Stück für zwei Euro ist das aktuelle Angebot der KSR.

Zertifiziert für die Verwertung in Biogasanlagen

Nicht nur die Kunden profitieren von der sauberen und bequemen Lösung, sondern auch der Entsorger. Die Tüten sind zertifiziert und für die Verwertung in Biogasanlagen zugelassen. Das Problem von Biotüten aus Maisstärke oder "Bioplastik", die als Störstoffe aussortiert werden müssen, hat sich damit erledigt. (ls)