Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik machen 14,7 Prozent der Elektroaltgeräte aus.
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Menge recycelter Altgeräte gestiegen

2018 wurden etwas mehr Elektrogeräte für ein Recycling bei Wertstoffhöfen abgegeben als im Vorjahr. Die Recyclingquote blieb aber nahezu unverändert.

2018 wurden in Deutschland insgesamt 853.100 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte von Recycling- und Wertstoffhöfen und anderen Anlagen zur Erstbehandlung angenommen. 85,6 Prozent dieser Geräte (729.900 Tonnen) wurden recycelt oder zur Wiederverwendung vorbereitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,7 Prozent beziehungsweise 12.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Die Recyclingquote, also der Anteil der recycelten oder zur Wiederverwendung vorbereiteten Geräte an allen angenommenen Geräten, blieb jedoch nahezu unverändert (2017: 85,8 Prozent).

Den mengenmäßig größten Anteil an allen im Jahr 2018 angenommenen Elektro- und Elektronikaltgeräten machten Haushaltsgroßgeräte mit 42,0 Prozent (357.900 Tonnen) aus, gefolgt von Haushaltskleingeräten (19,7 Prozent beziehungsweise 168.300 Tonnen), Geräten der Informations- und Telekommunikationstechnik (14,7 Prozent beziehungsweise 125.000 Tonnen) und Geräten der Unterhaltungselektronik (13,8 Prozent beziehungsweise 118.100 Tonnen).

Definition von "Erstbehandlung"

Als Erstbehandlung wird die Behandlung von in Behältern oder Fahrzeugen angelieferten und unbehandelten Geräten in der ersten Anlage (zum Beispiel kommunale Recycling- und Wertstoffhöfe, Schadstoffmobile oder Depot-Sammelcontainer) bezeichnet. Hier werden die Geräte aussortiert, Teile demontiert oder Schadstoffe entnommen und einer weiteren Behandlung zugeführt.

Beim Recycling werden Abfälle so aufbereitet, dass gewonnene Rohstoffe zur Herstellung neuer Produkte genutzt werden können. Bei der Vorbereitung zur Wiederverwendung werden Produkte durch Maßnahmen wie Reparaturen wieder ihrem ursprünglichen Nutzungszweck zugeführt. (dpa/hp)