Die Rückholaktion des Atommülls gestaltet sich durch Corona schwieriger.
Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Corona-Krise beeinflusst Arbeiten am Atommülllager Asse

Die Arbeiten werden durch Corona in dem Atommüll-Lager eingeschränkt. Am Freitag wird öffentlich über die Rückholung des Atommülls diskutiert.

Die Corona-Krise schränkt die Arbeiten im Atommülllager Asse und dem geplanten Endlager Schacht Konrad ein. Allein die Einhaltung des Abstandsgebots bei den täglichen Seilfahrten führe dazu, dass die Belegschaft unter Tage bei den Projekten halbiert werden müsste, teilte die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit. "Wo immer es möglich und vertretbar ist, werden auch im Untertagebetrieb die in der heutigen Situation gebotenen Abstandsregeln eingehalten", sagte BGE-Sprecherin Monika Hotopp. Bei unaufschiebbaren Arbeiten mit kürzeren Abständen sei die Ausstattung mit Mund-Nase-Schutz und Schutzbrille zwingend, sagte Hotopp.

Zeitliche Verzögerungen seien bisher nicht erkennbar, in der aktuellen Lage aber auch schwer abzuschätzen. Über Einschränkungen für das marode ehemalige Bergwerk Asse im Landkreis Wolfenbüttel und Schacht Konrad in Salzgitter hatte zunächst die "Braunschweiger Zeitung" berichtet. Die geplante Rückholung des Atommülls aus der Asse wird am Freitag (15 Uhr) öffentlich diskutiert. Das Gespräch, zu dem auch Umweltminister Lies (SPD) erwartet wird, soll per Livestream im Internet übertragen werden. In der kommenden Woche soll die Asse dann auch Thema in Umweltschüssen des Landtags und des Bundestags sein. (dpa/gun)