So soll das neue Logistikzentrum für den Fuhrpark des ART in Mertesdorf aussehen.
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ART hat große Pläne für die Trierer Abfallverwertung

In Mertesdorf bei Trier soll nicht nur die Abfallaufbereitung zukunftsfähig gemacht werden. Vor allem für die Biomassebehandlung werden Lösungen gesucht.

In der Gemeinde Mertesdorf hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART) in den vergangenen Jahren ein hochmodernes Zentrum zur Erfassung und Verwertung von Wertstoffen gebaut. Nun sollen auf dem Gelände des Entsorgungs- und Verwertungszentrums (EVZ) Anlagen erweitert werden.

Die Aufbereitungs- und Verwertungsanlagen der EVZ werden mit den Restabfällen von 530.000 Bürgern gefüttert. Um die neuen, verschärften Recyclingquoten des Verpackungsgesetzes erreichen zu können, plant der ART die Aufbereitungsanlage zu erweitern. Recyclingfähige Materialen werden noch stärker aussortiert und insgesamt muss weniger Abfall der thermischen Verwertung zugeführt werden – nicht nur ein Investment für die Umwelt, sondern auch für die Gebührenzahler.

Biomassebehandlung auf dem Prüfstand

Die Kosten für die Verbrennung sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen und belasten die Haushalte in und um Trier mit zusätzlich 8 Mio. Euro. Auch die Verwertung von Biomasse hat der Zweckverband auf seiner Investitionsliste stehen. Mit mehr als 10.000 Tonnen spielen Grünschnitt und andere biologische Abfallarten eine zentrale Rolle für die Kreislaufwirtschaft in Trier. Dementsprechend wird der Bau einer Behandlungsanlage für den EVZ-Standort derzeit wissenschaftlich untersucht.

Neben der technischen Weiterentwicklung des Standorts sollen auch die Entsorgungsfahrzeuge künftig auf dem EVZ-Gelände eine neue Bleibe finden. Ende 2019 läuft der Pachtvertrag des ART für das Gelände am Trierer Südbahnhof aus, dann müssen die Lastwagen umziehen. Den Fuhrpark im EVZ unterzubringen, spart vor allem Leerfahrten. Nachdem die Fahrzeuge den Müll abgeladen haben, können sie auf dem Gelände in Mertesdorf verbleiben. (ls)