Aus Asien wird immer wieder von Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle berichtet.
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Ausfuhr von Kunststoffabfällen deutlich zurückgegangen

Wie eine Kleine Anfrage der FDP ergab, sind die Ausfuhrmengen der Kunststoffabfälle in Nicht-OECD-Staaten 2018 deutlich zurückgegangen. Das hat vor allem einen Grund:

Anfang 2018 hat China die Importe von Kunststoffabfällen stark eingeschränkt. Seitdem sind die Gesamt-Ausfuhrmengen von deutschem Plastikmüll deutlich zurückgegangen. Das ergab eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion um die umweltpolitische Sprecherin Judith Skudelny.

Die vorläufigen Zahlen für 2018 lassen einen Rückgang der Exporte um 34 Prozent erkennen. So waren 2017 noch 644.000 Tonnen ausgeführt worden. 2018 waren es dann nur noch 426.000 Tonnen. Vor allem der Rückgang der Exporte nach China von 345.903 Tonnen auf nur noch 13.000 Tonnen drückt die Zahlen massiv nach unten. Effekt des chinesischen Importstopps ist allerdings eine Zunahme der Ausfuhren nach Malaysia (von 75.000 auf 130.000 Tonnen) und Indien (von 41.569 Tonnen auf 68.000 Tonnen).

Sachkundige Verwertung in den Zielländern oft fraglich

Obwohl die Exporte von deutscher Seite, also von den Bundesländern und ihren Behörden, vor dem Versand auf Legalität und umweltgerechte Verwertung am Zielort geprüft werden, gibt es aus Ländern wie Malaysia und Indonesien immer wieder Berichte über Plastikvermüllung und Umweltverschmutzung.

Auf der 14. Vertragsstaatenkonferenz zum Basler Übereinkommen in Genf wurden allerdings Verschärfungen bezüglich der Verbringung von Kunststoffabfällen durchgesetzt, erklärt die Bundesregierung. (pm)