Das Logo der "Europäischen Woche der Abfallvermeidung" © EWWR

Auszeichnung für deutsche Abfall-Projekte

Hildesheimerin gewinnt EU-Award bei der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“. Ihr Projekt dreht sich um den „gelben Sack“.

Kürzlich wurden in Barcelona die besten Ideen und Projekte im Rahmen der Kampagne “Europäische Woche der Abfallvermeidung 2016“ gekürt. Die Preise wurden in sechs Kategorien unter allen europäischen Bewerbern verliehen. Eine Aktion aus Deutschland wurde mit einem EU-Award bedacht, zwei weitere kamen ins Finale, teilt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit.
 
In der Kategorie „Einzelpersonen“ erhielt Evelyn Spillmann aus Hildesheim den EU-Award für ihr Projekt „Das Experiment gelber Sack“. Sie ruft Bürger über Facebook auf, das eigene Plastikmüllaufkommen während eines Monats zu analysieren und mit anderen Nutzern Einsparpotentiale zu diskutieren. Darüber hinaus gründete sie gemeinsam mit Privatpersonen, Umweltverbänden sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen den „Stammtisch Hildesheim Plastikfrei“, um gemeinsam Angebote rund um die Ressourcenschonung während der Abfallvermeidungswoche 2016 anzustoßen. Unterstützt wurden sie dabei vom Hildesheimer Abfallzweckverband.
 
Zwei weitere deutsche Finalisten

Unter den Finalisten in der Kategorie „Verein“ war darüber hinaus die Kampagne „Kommt nicht in die Tonne“ gegen Plastiktüten im Biomüll des Vereins Ökolöwe Leipzig. Der Verein kooperiert für die Kampagne mit der Stadtreinigung Leipzig und dem Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen.

In der Kategorie „Bildungseinrichtung“ standen Schüler der Europaschule Bornheim mit der Aktion „There is no Planet Bornheim“ im Finale. Lehrer und Schülergruppen erarbeiten gemeinsam seit 2015 verschiedene Maßnahmen der Abfallvermeidung und setzen diese konsequent im Schulalltag um. (wa)