Wie sich solche Bilder zukünftig reduzieren lassen, gehört zu den Themen, die bei der Europäischen Woche der Abfallvermeidung diskutiert werden.
Bild: © Stefan Sauer/dpa

Europäische Woche der Abfallvermeidung

"Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht." Unter diesem Leitspruch steht die Europäische Woche der Abfallvermeidung, die zu einem bewussteren Umgang mit Müll auffordern soll. Wer noch mitmachen möchte, Anmeldeschluss ist der 4. November.

"Auf welche Umweltzeichen kann ich achten, um umweltschonend einzukaufen? Welche Reinigungsprodukte benötige ich wirklich? Und wo finde ich eigentlich Batterie-Sammelboxen in meiner Nähe?" Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich die diesjährige Europäische Woche der Abfallvermeidung, die 2018 unter dem Motto „Bewusst konsumieren – richtig entsorgen“ steht. Sie findet vom 17. bis zum 25. November 2018 in Deutschland, 32 Ländern Europas und angrenzenden Staaten statt. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ruft zur aktiven Beteiligung auf: neue Projekte, Veranstaltungen, Events, und Diskussionsrunden können bis zum 4. November auf der Website angemeldet werden: https://www.wochederabfallvermeidung.de/teilnahme.

Acht Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren

Abfallvermeidung tut Not: Jedes Jahr gelangen rund acht Mio. Tonnen Plastik in die Weltmeere, wenn es so weiter geht, schwimmt im Jahr 2050 mehr Müll als Fische im Meer. Um es nicht bis zum Äußersten kommen zu lassen, hat die Politik bereits reagiert: Das neue Verpackungsgesetz tritt Anfang 2019 in Kraft und auch das EU-Parlament positionierte sich am Donnerstag (13.September) zur Europäischen Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft. Die EU-Kommission soll künftig Regeln vorschlagen, um die Wiederverwertung giftiger Stoffe zu vermeiden. So sollen Substanzen ausgeschlossen werden, die unter die Chemikalien-Verordnung REACH fallen. Die Bündnisgrünen wiederum diskutierten auf dem Plastikgipfel über Lösungen, die die Plastikflut eindämmen könnten.

Im Fokus stehen nach wie vor eine EU-weite Plastiksteuer für Einwegprodukte, ein besseres Recyclingsystem, sowie ein Verbot für Mikroplastik in Pflegeprodukten. Der VKU schließt sich diesen Forderungen an und betont darüber hinaus das Verursacherprinzip. Schließlich sei der beste Abfall der, der erst gar nicht entsteht. An dieses Motto knüpft auch die Europäische Woche der Abfallvermeidung an, die vom VKU initiiert und vom Umweltbundesamt, Bundesumweltministerium unterstützt wird.

Aus alt mach neu

Unter dem Titel  „Bewusst konsumieren – richtig entsorgen“ finden vom 17. bis 25. November in ganz Deutschland bunte Aktionen rund um das Thema Müllvermeidung statt. Dabei soll es unter anderem um die Fragen gehen, wie man umweltschonend einkaufen kann, welche Reinigungsprodukte im Haushalt wirklich benötigt werden, warum nicht jeder Müll im Klo landen darf und warum Kunststoff nicht in die Biotonne gehört.

Inspirationen für Workshops und Veranstaltungen können sich Entsorgungsunternehmen, Schulen und andere Organisationen bereits aus dem Angebotsfundus der vergangenen Jahre holen. Während in Berlin Kleider getauscht statt aussortiert wurden, fanden in Kusel und Leipzig Up-Cycling und Reparaturworkshops statt. Zahlreiche Schulen starteten Aufklärungsprojekte und recycelten alte Flaschen, Altholz und Plastiktüten zu fliegenden Drachen, Möbeln und anderen Kunst- und Alltagsgegenständen. (hol/ls/al)