BSR kämpft gegen dunkle Elektroschrott-Kanäle

Mit Information und Aktionen gehen die Berliner Stadtreiniger gegen die illegalen Sammler von Elektroschrott vor, die vor den Recyclinghöfen stehen.

In Berlin erfasst die Berliner Stadtreinigung (BSR) bisher rd. 13 000 t Elektroschrott pro Jahr. Das könnten geschätzt 3000 t mehr sein, ohne dass es dazu neue Gesetze braucht. Diese Menge – so die Schätzung – wird von illegalen Sammlern vor den Recyclinghöfen „abgegriffen“. Und das, so schreibt die BSR, ist nicht nur gemäß Gesetzgebung illegal, es schade der Umwelt und auch sozial sei das kein Gewinn. Denn auch funktionsfähige Geräte gehen nicht etwa an Bedürftige, sondern werden oft schon vor Ort ausgeschlachtet, der Rest in der Landschaft entsorgt, viele Geräte auch ins Ausland gebracht.

Mit einer Aufklärungskampagne will die BSR die Bürger informieren und dann gemeinsam mit den zuständigen Behörden auch gegen die illegalen Sammler vorgehen. Gestartet wurde die Kampagne vor wenigen Tagen auf einem Recyclinghof im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf – zusammen mit der Polizei. Mit Informationsmaterial und Schildern wurden die Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass es falsch ist, die Elektrogeräte an die illegalen Sammler abzugeben. Richtig hingegen ist, die Geräte – übrigens kostenlos – auf den Recyclinghof zu bringen. Nur so ist laut BSR eine sichere und umweltgerechte Entsorgung gewährleistet. (wa)