Die Interargem betreibt zwei thermische Verwertungsanlagen. Bild: SWB/Sarah Jonek

Stadtwerke Bielefeld übernehmen Interargem

Der 51,2-%-Anteil sollte eigentlich erst im Jahr 2021 von der EEW erstanden werden.

Die Stadtwerke Bielefeld GmbH wird – vorbehaltlich der Zustimmung ihrer jeweiligen Aufsichtsgremien – die Anteile der EEW Energy from Waste GmbH (EEW) an der Interargem GmbH (IAE) zum 1. Jan. 16 übernehmen. Ursprünglich hatte man dies für 2021 angestrebt. Der Rat der Stadt Bielefeld hat dem Geschäft jetzt zugestimmt, berichten die Stadtwerke Bielefeld.

Die 1996 gegründete Interargem GmbH betreibt zwei thermische Abfallverwertungsanlagen an den Standorten Bielefeld-Heepen und Hameln-Afferde. Gesellschafter der IAE sind EEW mit 51,2 % der Anteile, die Stadtwerke Bielefeld mit 40,7 % und weitere Kommunen in der Region mit 8,1 % der Anteile. "Auch in Zukunft haben die beiden thermischen Verwertungsanlagen eine hervorragende regionale Stellung auf dem Entsorgungsmarkt", erklären die Stadtwerke Bielefeld.

Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke: "Die IAE ist wettbewerbsfähig und verfügt über das notwendige Know-how. Die beiden Anlagen decken sehr gut die notwendigen Abfallentsorgungskapazitäten, die im Großraum Ostwestfalen an Verbrennungsanlagen benötigt werden, ab."

Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann ergänzt: "Der vorzeitige Kauf der IAE-Anteile bedeutet für uns eine sinnvolle Ergänzung unseres Portfolios. Beide Anlagen nutzen die klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung vor allem zur Fernwärmeversorgung. Das passt gut in unser Energiekonzept."

Als Mehrheitsgesellschafter werden die Stadtwerke interessierten ostwestfälischen Kreisen und Gemeinden anbieten, ihre heute schon bestehenden Anteile zu erhöhen oder erstmals zu kaufen, um die Position der Anlagen als zentrale Abfallbehandlungsanlagen der Region zu festigen.


Die Interargem wurde 1996 gegründet. Die Anlage in Heepen hat eine Verbrennungskapazität von etwa 400 000 Tonnen t Abfall, die Anlage am Standort Hameln von rd. 300 000 t Abfall und 100 000 t Altholz im Jahr. Beide Anlagen erzeugen im umweltfreundlichen Kraftwärmekopplungsprozess Strom und Fernwärme. (al)