Umso qualitativ hochwertiger der Biomüll in der braunen Tonne ist, desto besser für die Kompostierung und Verwertung zu Biogas.
Bild: © runzelkorn/Adobe Stock

Die Biotonne geht wieder auf Promotour

Trennen lohnt sich! So lässt sich das Motto der "Aktion Biotonne Deutschland" zusammenfassen. In ganz Deutschland werben Abfallbetriebe und Kommunen für eine separate Sammlung von Bioabfall.

Recycling kann so einfach sein: Landen Küchen- und Gartenabfälle zuverlässig in der Biotonne, können daraus neue Rohstoffe und Energie gewonnen werden. Die "Aktion Biotonne Deutschland" – unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeirums – zahlreicher Organisationen und Verbände, darunter der VKU, das Bundesumweltamt und der NABU, will auf dieses simple Rezept der Getrenntsammlung aufmerksam machen.

Bereits zum dritten Mal veranstalten Abfallbetriebe, Kommunen und Landkreise verschiedene Informationsveranstaltungen- und Aktionen, um mehr, aber auch qualitativ hochwertigeren, Biomüll in die Tonnen zu kriegen. Die diesjährigen Aktionswochen gehören zum "Fünf-Punkte-Plan" gegen Plastikmüll von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Online-Gewinnspiel und Infostände in Supermärkten

Schulze verdeutlicht, wie wichtig Mülltrennen für das Klima und die Umwelt ist: "Es lohnt sich, Küchenabfälle getrennt zu sammeln. Denn Kartoffel-, Möhren- oder Bananenschalen sind echte Ressourcen. Mit dem daraus hergestellten Kompost wird Kunstdünger und klimaschädlicher Torf ersetzt, Biogas aus Bioabfällen wiederum kann bei der Produktion von Strom und Wärme fossile Brennstoffe ersetzen. Das ist ein echter Beitrag zur Energiewende, schützt unser Klima und steht für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen."

Damit diese Message auch bei den Verbrauchern ankommt und sich die braune Tonne flächendeckend durchsetzt, ist bis 9. Juni ein buntes Programm zur Mülltrennung geplant. Deutschlandweit können sich Bürger informieren und an einem Gewinnspiel teilnehmen. Zudem beteiligen sich auch wieder diverse Supermarktketten und Einzelhändler an der Initiative. So werden Kunden direkt vor Ort darüber aufgeklärt, wie sie die Reste ihrer Einkäufe, nach dem sie auf den Tisch gekommen sind, richtig entsorgen. (ls)