Der "gelbe Sack" für Verpackungsmüll © VKU

Duale Systeme können sich nicht einigen

Vier weitere Systeme kündigen die Clearingverträge und fordern gemeinsame Lösung aller Systembetreiber.

Die Verhandlungen zu den Clearingverträgen der dualen Systeme sind laut Systembetreiber Zentek vorerst gescheitert. Nach intensiven Diskussionen zwischen den Systembetreibern sei keine Einigung auf einen Clearingvertrag erzielt worden.

Landbell, Veolia und Zentek sehen sich daher laut Pressemitteilung gezwungen, die bestehenden Clearingverträge fristgerecht zum Jahresende zu kündigen. Die bestehenden Clearingverträge enthielten nach wie vor Lücken, die sich in einer nicht nachvollziehbaren Abweichung bei den Mengenmeldungen niedergeschlagen habe. Anfang August hatten bereits die drei Systembetreiber Duales System Deutschland (DSD), Belland Vision und Interseroh ihrerseits die Clearing-Verträge gekündigt, eigene Clearingverträge unterzeichnet und dabei gleich eine Art Parallelverband gegründet.

Schon wieder neue Vorschläge

Landbell, Veolia und Zentek haben nach eigenen Angaben Vorschläge zur Ergänzung der bestehenden Clearingverträge erarbeitet. Der von DSD, Interseroh und Belland Vision Anfang August „im Alleingang“ eingebrachte Vertrag bedürfe ebenfalls weiterer Optimierungen.

Ein neuer Vertrag muss bis Ende 2017 von allen zehn Systembetreibern unterschrieben sein. Alle drei Systeme setzen sich nach eigenen Angaben für die Fortsetzung der Verhandlungen zur Schaffung einer einheitlichen Clearinggrundlage für 2018 ein.

Nach Angaben des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) hat auch die Reclay-Gruppe die Clearingverträge gekündigt. (wa)