Tiefstackkanal in Hamburg mit Müllverbrennungsanlage Borsigstraße. Bild: Staro1 / Wikipedia

Hamburg: Restmüllaufkommen sinkt

Immer mehr Hamburger trennen ihren Abfall. Das Restmüllaufkommen sinkt. Die Folge: Die Stadtreinigung läßt künftig weniger verbrennen.

Von insgesamt 618 000 aufgestellten Mülltonnen sind in Hamburg mehr als die Hälfte Wertstofftonnen (330 000 Stück), teilte die Stadtreinigung Hamburg (SRH)  mit. Die Anzahl der grauen Restmülltonnen ist mit 288 000 Stück inzwischen deutlich geringer. "Die Hamburger Privathaushalte haben erkannt, dass man mit konsequenter Abfallvermeidung und Mülltrennung Gebühren sparen und dazu noch Umwelt und Klima schätzen kann", stellt SRH-Geschäftsführer Prof. Rüdiger Siechau anlässlich der Veröffentlichung des SRH-Konzernberichtes 2012 fest: "Gegenüber 2011 haben die Hamburgerinnen und Hamburger 2012 rd. 25 000 t weniger Restmüll erzeugt. Seit 2007 sind es etwa 80 000 t weniger Restmüll." Die Stadtreinigung Hamburg wird daher demnächst auslaufende Entsorgungsverträge mit den Müllverbrennungsanlagen Borsigstraße (Vertragsende 28.02.2014) und Stapelfeld (Vertragsende 31.12.2016) nicht verlängern, weil durch die immer bessere Mülltrennung künftig weniger Verbrennungskapazität erforderlich sein wird. "Wir nutzen jetzt die einmalige Gelegenheit, aus den bestehenden Verträgen auszusteigen und können deshalb unmittelbar auf die durch verstärkte Mülltrennung schrumpfende Restmüllmenge reagieren. Der Ausstieg aus den beiden MVA-Verträgen spart Geld, das dann für den weiteren Ausbau der Wertstoffwirtschaft in und für Hamburg zur Verfügung steht", kündigt Prof. Siechau an. (hi)